Juliane Schurig stellt sich als neue Dienststellenleitung vor

 21-08-25 Vorstellung Juliane Schurig

Nachdem sich Heidi Emling in den Ruhestand verabschiedet hat, wird Juliane Schurig die Stelle als Dienststellenleitung antreten.

Liebe alle,

ich bin dankbar und stolz, die Stelle als Dienststellenleitung von Heidi Emling ab September übernehmen zu dürfen.

2012 habe ich die AIDS-Hilfe Heidelberg im Rahmen meines Praxissemesters im Studiengang Soziale Arbeit (B.A.) an der Hochschule Ludwigshafen kennengelernt. Diese Wochen waren sehr prägend für mich: Ich lernte vieles, was mich in meinem Werdegang und meinem Berufsalltag als Sozialarbeiterin bis heute begleitet – allem voran beeindruckte und prägte mich die Arbeitsweise und Haltung: Offenheit, Akzeptanz, Respekt, Augenhöhe und Herzlichkeit. Nach meinem Praktikum blieb ich als Ehrenamtlerin in der AIDS-Hilfe, bis ich 2014 nach Ende meines Studiums eingestellt wurde, da die AIDS-Hilfe eine Sozialarbeiterin suchte. In den letzten sieben Jahren erlebte ich persönliches Wachstum, ruhige und stürmische Zeiten sowie wertvolle Begegnungen und auch einige Abschiede. Nebenbei absolvierte ich meinen Masterstudiengang „Psychosoziale Beratung und Recht“ an der Frankfurt University of Applied Sciences, schloss eine Ausbildung zur Case Managerin (DGCC) ab und veröffentlichte meine Master-Thesis „Selbstgefährdung und Selbstbestimmung“ im Fachhochschulverlag Frankfurt.

Die AIDS-Hilfen und die HIV-Forschung haben mit den Jahren schon viel geschafft, um die Lebenssituation von Menschen mit HIV zu verbessern. Trotzdem ist der Kampf noch nicht vorbei: Noch immer haben nicht alle Menschen den Zugang zu umfassender medizinischer Versorgung; noch immer erleben viele Diskriminierung und Stigmatisierung; noch immer gibt es zu viele Neuinfektionen und vermeidbare Spätdiagnosen; noch immer werden Menschen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihres Einkommens oder ihrer Erkrankung an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Solange dies so ist, braucht es AIDS-Hilfe.

Die AIDS-Hilfe Heidelberg war für mich schon immer ein Ort, an dem Menschen vorurteilsfrei angenommen werden und ankommen können. Ich bin davon überzeugt, dass es gerade in diesen unsicheren Zeiten solche sicheren Orte braucht. Ich möchte dazu beitragen, das Wesen dieses Vereins zu erhalten. Ich möchte aber auch in der Veränderung bleiben, so wie es AIDS-Hilfen schon immer mussten, um auf die neuen Bedürfnisse der HIV-positiven Menschen und der Gesellschaft reagieren zu können und sich schließlich selbst zu erhalten.

Mir ist bewusst: Der Verein AIDS-Hilfe, das sind Sie und seid Ihr alle. Vorstand, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen, die Menschen mit HIV, die wir beraten und begleiten, und natürlich alle Unterstützer*innen, Sponsor*innen, Kooperationspartner*innen und Freund*innen. Ich freue mich sehr darauf, mit Ihnen und Euch gemeinsam die kommenden Jahre zu gestalten.

Juliane Schurig

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