Warum es die AIDS-Hilfe Heidelberg gerade jetzt braucht

Pressemitteilung zur aktuellen Situation

20-06-05 Pressemitteilung

Die AIDS-Hilfe Heidelberg ist seit 1986 eine Interessenvertretung für Menschen mit HIV und AIDS. Ihr Hauptanliegen ist die Beratung und Betreuung von Betroffenen und ihren Bezugspersonen. Außerdem leistet sie einen wichtigen Beitrag in der Prävention, indem sie alle Menschen über verschiedenste Themen rund um die sexuelle Gesundheit informiert. Die aktuelle Ausnahmesituation stellt auch die AIDS-Hilfe vor große Herausforderungen: Aufgrund der Kontaktbeschränkungen mussten einige Angebote pausieren und andere angepasst werden. Beratungen konnten zum Beispiel nur per Telefon oder E-Mail stattfinden.

Mit den Lockerungen ab Juni öffnen sich nun neue Möglichkeiten: Die AIDS-Hilfe kann wieder – unter Berücksichtigung strenger Hygiene- und Abstandsregeln – persönliche Beratungen in der Geschäftsstelle (Rohrbacher Straße 22) anbieten. Dadurch wird die lange Isolation der Betroffenen infolge der Kontaktsperre und die damit verbundene psychische Belastung wieder verringert. Auch einzelne Selbsthilfegruppen können in begrenztem Umfang wieder stattfinden.

Ein weiterer wichtiger Baustein in der HIV-Prävention ist das Testangebot Checkpoint, welches die AIDS-STI-Beratung des Gesundheitsamtes Rhein-Neckar-Kreis gemeinsam mit der AIDS-Hilfe abends in der Geschäftsstelle durchführt: Denn je früher Menschen ihre HIV-Diagnose erhalten, desto früher können sie mit Medikamenten behandelt werden. Der Checkpoint in der AIDS-Hilfe kann im Moment noch nicht stattfinden, da die Gesundheitsämter mit in der Bekämpfung der Corona-Pandemie eingespannt sind. So haben Ratsuchende oft keine Möglichkeiten, sich anonym und kostenlos auf HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen testen zu lassen.

Diese Lücke möchte die AIDS-Hilfe Heidelberg jetzt in Teilen schließen: Ab sofort bietet sie die Möglichkeit, sich nach einer telefonischen Beratung im Beisein einer/s Berater*in mit einem sogenannten Heimtest auf HIV testen zu lassen. Diese Tests können in Apotheken und Drogerien erworben werden und zeigen schon nach 20 Minuten ein Ergebnis an. Da hierbei einiges zu beachten ist, ist es sinnvoll, im Vorfeld eine Beratung in Anspruch zu nehmen.

Die Schulung von sozialen, medizinischen und pflegerischen Fachkräften sowie Schüler*innen im Umgang mit dem HI-Virus können im Moment ebenfalls nur eingeschränkt und auf anderem Wege, zum Beispiel über Videoplattformen, stattfinden.

Die Corona-Pandemie hat jedoch nicht nur Auswirkungen auf die Angebote der AIDS-Hilfe, sondern auch auf deren Einnahmen: Der gemeinnützige Verein wird zwar durch die Stadt Heidelberg, den Rhein-Neckar-Kreis und das Land Baden-Württemberg bezuschusst; jedoch finanziert er sich zu einem sehr großen Teil durch Spenden. Durch die Absage vieler Veranstaltungen fehlen dringend benötigte Einnahmen. Zum Kreis der Unterstützer*innen der AIDS-Hilfe gehören auch viele Einzelhändler, die bekanntermaßen im Moment selbst unter massiven Einbußen leiden und so keine Möglichkeit mehr haben, zu spenden.

Die AIDS-Hilfe Heidelberg ist daher dringend auf Spenden angewiesen – bereits kleine Beträge helfen schon! Unter www.aidshilfe-heidelberg.de finden Sie aktuelle Angebote und Möglichkeiten zur Unterstützung sowie den brandneuen Geschäftsbericht 2019 zum Download.

Sie können die AIDS-Hilfe direkt unterstützen, indem Sie auf das Spendenkonto bei der Sparkasse Heidelberg spenden: DE86 6725 0020 0000 0078 70.

Wir bedanken uns recht herzlich beim Wochenblatt, der Rhein-Neckar-Zeitung und der Behindertenbeauftragte der Stadt Heidelberg Christina Reiß für die Veröffentlichung unserer Pressemitteilung.

Materialien
Flyer

Die AIDS-Hilfe Heidelberg ist seit 1986 eine Interessenvertretung für Menschen mit HIV und AIDS. Ihr Hauptanliegen ist die Beratung und Betreuung von Betroffenen und ihren Bezugspersonen. Außerdem leistet sie einen wichtigen Beitrag in der Prävention, indem sie alle Menschen über verschiedenste Themen rund um die sexuelle Gesundheit informiert. Die aktuelle Ausnahmesituation stellt auch die AIDS-Hilfe vor große Herausforderungen.

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