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Neues Positionspapier der DAH zur HIV-Therapie und Prävention

Die antiretrovirale Therapie (ART) hat die Lebenserwartung von Menschen mit HIV deutlich erhöht und die Lebensqualität vieler Positiver wesentlich verbessert. Sie hat darüber hinaus einen wichtigen primärpräventiven Nebeneffekt: das Ansteckungsrisiko wird deutlich vermindert.

Eine Übertragung bei sexuellen Kontakten ohne Kondom ist unwahrscheinlich, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: die Viruslast des HIV-positiven Partners/der HIV-positiven Partnerin ist seit mindestens sechs Monaten unter der Nachweisgrenze, die antiretroviralen Medikamente werden konsequent eingenommen, bei den Sexualpartnern/-partnerinnen liegen keine Schleimhautdefekte z.B. als Folge sexuell übertragbarer Infektionen vor.

Das heißt: Das Risiko einer HIV-Übertragung ist unter den oben genannten Bedingungen so gering wie bei Sex unter Verwendung von Kondomen.

Unsere bisherigen Safer-Sex-Botschaften werden durch diese Aussage sinnvoll und wirksam ergänzt; in der Prävention eröffnen sich dadurch neue Möglichkeiten. Lesen Sie hier alle weiteren Hintergründe. (c) DAH

 

Übrigens: Die Sahneschnitten der Aidshilfe Heidelberg haben jetzt eine Gruppe bei StudiVZ, und freuen sich über engagierte, kreative und offene Leute, die sich über die Arbeit in der ÖAG informieren, oder mitarbeiten wollen!

 

 

Mit dem Feuer spielen (c) BZgARangehen (c) BZgA"Liebesorte" – neue Kampagne zur Aidsprävention

Ob Kaminzimmer, Bordell oder in der freien Natur - die neue Kampagne der BZgA löst die altbekannten Motive mit frechen Früchten und Gemüse durch eine neue Kampagne ab, und begeht damit ein weiteren Schritt hin zu einer zielgruppenadäquaten Prävention. 

Die Motive zeigen Orte an denen Menschen miteinander Sex haben, ohne die Protagonisten selbst im Motiv zu präsentieren. Somit bleibt dem Betrachter Raum für eigene Interpretationen und Erfahrungen. 

Unter mach's mit können die Motive begutachtet, und sogar eigene weitere "Liebesorte" hinzugefügt werden. 

 

 

"Und sie schützen doch" - Stiftung Warentest hat in ihrem neuen Heft für April 2009 26 Kondommarken, darunter 2 latexfreie Marken,  getestet. Mehr dazu finden Sie im aktuellen Heft am Kiosk und der Pressemeldung vom 26.03.09

 

Kondome und Gleitgel (c) Riegler

Papst-Äußerungen gegen Kondomgebrauch sind unverantwortlich und weltfremd

Die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. (DAH) kritisiert die im Vorfeld der ersten Afrika-Reise von Papst Benedikt XVI. gemachten Äußerungen gegen den Kondomgebrauch zum Schutz vor einer HIV-Infektion auf das Schärfste. Mehr unter DAH

Wir, die AIDS-Hilfe Heidelberg, "predigen" Safer Sex, und bleiben dem Motto treu: Kondome schützen vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten!

 

Creathivtreff - jetzt auch online!

Die Creathivgruppe ist ab sofort im Internet vertreten. Zwar befindet sich die Seite noch im Aufbau, doch informiert sie bereits über die aktuellen Termine und Themen. Am 07. März stehen z.B. "Osterbasteleien" (mit Kindern) auf dem Programm. Also, schaut mal rein ;)

 

Stabilisierung der Zahl der HIV-Infektionen in 2008

In Deutschland leben nach einer aktuellen Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 63.500 Menschen mit HIV oder AIDS. Von ihnen haben sich ca. 3.000 im Jahr 2008 infiziert; damit haben sich ähnlich viele Menschen wie in 2007 neu mit dem HI-Virus infiziert. Ob es sich nach dem starken Anstieg der Infektionszahlen zwischen den Jahren 2000 und 2006 um eine dauerhafte Stabilisierung handelt, muss man erst abwarten. Die Schätzung der HIV-Neuinfektionen ist nicht zu verwechseln mit der Zahl der Neudiagnosen. Die Meldungen über Neudiagnosen erlauben keinen direkten Rückschluss auf den Infektionszeitpunkt, da HIV-Infektion und -Test zeitlich weit auseinander liegen können. Rund 1.100 Menschen sind 2008 an AIDS erkrankt, etwa 650 Menschen sind verstorben. Das Epidemiologische Bulletin des Robert Koch-Instituts veröffentlicht in der aktuellen Ausgabe 47/2008 mehrere detaillierte Beiträge zu HIV/AIDS, berichtet über den Verlauf der HIV-Epidemie in Deutschland bis Ende 2008, und enthält die aktuellen Eckdaten zur Situation in Deutschland.

 

"SA-ID, der Film" Logo (c) Phaeton e.V.SA-ID, der schwarze Engel

Der Verein Phaeton e.V. produziert mit seinem Projekt "SA-ID, der schwarze Engel" einen Film zur Aufklärung über HIV & AIDS für junge Menschen ab 12 Jahren.

Gleichzeitig entsteht eine Dokumentation, die neben dem "Making of", eine Informationsvereinbarung des Recherchematerials beinhaltet (Krankheitsbild, Verlauf, Ansteckungswege, sowie Interviews).

Jasmin Wagenblaß, 1. Vorsitzende des Vereins Phaeton e.V.  engagiert sich unermüdlich, um mittels Sponsorenaquise und Benefizkonzerten, das aufwendige Projekt zu realisieren. 

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage zum Film, unter www.sa-id-der-film.de

 

Achtung!Neues bundesweites Telefonberatungsangebot der Aidshilfen

Seit dem 1. Oktober 2008 gibt es eine bundesweite Beratungshotline zu HIV und Aids. Unter der Telefonnummer 0180 33 19411 (9 Cent pro Minute ausdem deutschen Festnetz, abweichende Tarife der Mobilanbieter) sind Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 21 Uhr und am Sonntag von 12 Uhr bis 14 Uhr BeraterInnen aus dem Bundesgebiet zu allen Fragen rund um HIV und Aids erreichbar. An diesem Angebot der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) beteiligen sich bundesweit 28 regionale Aidshilfen.

 

Logo Iwwit (c) DAH IWWIT - ICH WEISS WAS ICH TU

Nach zweijähriger Vorbereitung startet die Deutsche Aids-Hilfe e.V. am 13. Oktober 2008 ihre erste bundesweite und zielgruppenspezifische Kampagne zur Intensivierung der HIV-Prävention und Gesundheitsförderung bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM). Gemeinsam mit den über 120 Mitgliedsorganisationen und Präventionsprojekten reagiert die DAH damit auf die steigenden HIV-Neudiagnosen in dieser Zielgruppe.

Die auf zwei Jahre angelegte Kampagne, welche in Kooperation mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung konzipiert und realisiert wird, hat das Ziel, die Präventionsarbeit in der von HIV in Deutschland am stärksten betroffenen Zielgruppe nachhaltig zu verstärken und neue Impulse für die Präventionsarbeit im Kontext des "Neuen AIDS", d.h. vor dem Hintergrund des Wandels von Aids hin zu einer schweren chronischen Krankheit, zu setzen. Daher wird sich die Kampagne neben dem Schwerpunkt HIV-Prävention auch mit anderen sexuell übertragbaren Infektionen und dem Thema "Schwule Gesundheit / Männergesundheit" auseinandersetzen.

"ICH WEISS WAS ICH TU" (IWWIT) lautet der übergeordnete Slogan der Kampagne. Er soll für einen selbstbewussten, informierten und eigenverantwortlichen Umgang mit Gesundheitschancen und -risiken werben. Es wird im Verlauf der Kampagne darum gehen, Männer zu befähigen auf der Grundlage Setting bezogener und zielgruppengenauer Informationen eigene, wirksame Schutzstrategien zu entwickeln und durchzusetzen.

Iwwitt-Banner (c) DAH

Die Kernziele der Kampagne lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Etablierung der Marke ICH WEISS WAS ICH TU sowie der Kampagnenbotschaften und der Internetplattform www.iwwit.de;

Ansprache möglichst vieler Personen aus der MSM-Zielgruppe und Beeinflussung deren Informationsverhaltens;

Kommunikation differenzierter und zielgruppengerechter Informationen zum Schutz vor HIV und anderen STI´s und damit einhergehend

bessere Wahrnehmung eines HIV-Risikos;

Stärkung des Selbstbewusstseins, Förderung individueller Gesundheitskompetenz, Anpassung des eigenen Verhaltens und Treffen geeigneter Schutzmaßnahmen (Erhöhung des Wissens über Risikomanagement) und damit einhergehend

Stärkung und Stabilisierung des erwünschten Schutz- und Informationsverhaltens;

Förderung der Solidarität mit und die Integration von Männern, die von HIV und Aids betroffen sind.

Die wissenschaftlich begleitete Kampagne wird die verschiedensten Medien und Kanäle der Präventionsarbeit für MSM in Deutschland unter dem gemeinsamen Motto zusammenführen. Hierzu gehört neben der Präsenz in zielgruppenspezifischen Printmedien, Informationsmaterialien und bundesweiten, lokalen personalkommunikativen Aktivitäten die Etablierung der ersten internetgestützten Präventionsplattform für MSM in Deutschland. Die Kampagne wird nicht zuletzt deshalb von Fachleuten als Modernisierungsfaktor in der Zielgruppen-Prävention in Deutschland gesehen. (c) DAH

Ab 13. Oktober online: www.iwwit.de

 

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung!

(c) Freiheit statt AngstDie DAH hat sich gemeinsam mit vielen anderen Organisationen und Menschen gegen die Vorratsspeicherung aller Verbindungsdaten ausgesprochen. Das Gesetz wurde trotzdem beschlossen und wird zurzeit mit einer Vielzahl von Verfassungsbeschwerden angefochten.

Aidshilfen arbeiten mit besonders schützenswerten personenbezogenen Daten wie z.B. zu Sexualität und Gesundheit. Von dem Gesetz werden gravierende Wirkungen gerade für die Beratungsarbeit von Aidshilfen erwartet, da sich Vertraulichkeit schlecht mit Datenspeicherung verträgt. Dies verpflichtet im Besonderen, gegen jede Form vermeidbarer Datenspeicherung anzugehen, um irreparable Störungen des Vertrauens gegenüber Beratungsangeboten abzuwenden.

Die DAH hat den Aufruf zur bundesweiten Demonstration gegen die Vorratsdatenspeicherung mit unterzeichnet und ruft hiermit alle Mitgliedsorganisationen und Mitarbeiter/innen dazu auf, die bundesweite Demonstration zu unterstützen.

 

„immer ist jetzt“ - Stuttgarter Ausstellung zum VII. Konrad-Lutz-Preis

Die AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. (AHS), die Aids-Beratungsstelle der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart e.V. und das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Stuttgart präsentieren – in Kooperation mit Netzwerk plus e.V. und der GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG – die Stuttgarter Ausstellung zum VII. Konrad-Lutz-Preis.

Die Ausstellung wird eintrittsfrei für jedermann vom 11. bis zum 28. August 2008 zu den Öffnungszeiten des Stuttgarter Gesundheitsamtes zu besichtigen sein: Mo. bis Mi. 08.00 Uhr bis 16.00 Uhr; Do. 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr; Fr. 08.00 Uhr bis 13.00 Uhr. Am Donnerstag, 14. August 2008 und am Donnerstag, 21. August 2008 besteht ohne Anmeldung, jeweils um 17.00 Uhr, die Möglichkeit an Führungen von Peter Raiber durch die Ausstellung teilzunehmen.

 

Scheckübergabe in der Aidshilfe am 03.07.08Fröhliche Unterstützung für die Aidshilfe Heidelberg  

Sie tun es jetzt schon zum 4. Mal: die MitarbeiterInnen von Becton 6 Dickinson in Heidelberg überreichen der hiesigen Aidshilfe und dem Verein Aids & Kinder einen dicken Scheck.

 

Die Spezialisierung der Firma auf Medizintechnik, Labordiagnostik und Biotechnologie bedeutet für alle, die dort arbeiten, eine ganz andere Auseinandersetzung mit Krankheit und Gesundheit als das für die meisten von uns üblich ist. Dass aber eine versammelte Mitarbeiterschaft sich für Einrichtungen wie die Aidshilfe und Aids & Kinder in Heidelberg einsetzt, ist etwas ganz Besonderes. So organisierten sie – mit tätiger Hilfe des Firmen-Küchenchefs - nicht nur den Plätzchenverkauf anlässlich des Welt-Aids-Tages im Dezember, sondern im Mai auch noch einen großen Flohmarkt auf dem Firmengelände. Die gesammelten Einnahmen beider Großereignisse wurden nun den beiden Heidelberger Aids-Initiativen überbracht. Vier Mitarbeiterinnen von B&D nahmen am 3. Juli bei Kaffee und Kuchen die Gelegenheit wahr, sich in den freundlichen Räumen der Aidshilfe in der Rohrbacher Straße  umzusehen, einige der zahlreichen Broschüren zu studieren, die dort besonders für Schulklassen ausliegen, und vor allem den Kontakt zu den Haupt- und Ehrenamtlichen der Aidshilfe zu knüpfen oder zu vertiefen.

Nach angeregten Gesprächen übergaben sie die stolzen  2.500 Euro, die jetzt ohne Abzüge als Lebensmittel oder andere direkte und unbürokratische Hilfen Menschen in der Region zugute kommen, die von AIDS oder HIV betroffen sind. Besonders berührt waren alle von den Schicksalen der Kinder mit Aids und sind deshalb froh, dass die Hälfte des Geldes wie immer an den Verein Aids & Kinder Baden-Württemberg geht.

 

Scheckübergabe mit Herrn Restle, Elke Adler, Karde Schuth und Paul Reich (v.l.n.r.)Großzügig wie immer – Löffler von Puxhausen-Stiftung für die Aidshilfe Heidelberg 

Die Präventionsarbeit zum Thema AIDS und HIV ist wichtiger denn je – vor allem Jugendliche sind mittlerweile oft so unwissend, als gäbe es die Krankheit gar nicht. „Ach mach dich doch mal locker, wer will sich denn die Laune von so was wie Aids verderben lassen, das gibt’s doch eh bloß bei Schwulen und in Afrika“ kann man von einem jungen Teilnehmer der Partygruppe auf der Neckarwiese erfahren, dessen Freunde ebenfalls lässig abwinken, als Ehrenamtliche der Aidshilfe Heidelberg anlässlich der Fußball-EM Kondome verteilen. „Das ist doch gar nicht mehr gefährlich seit es Medikamente gibt“, schiebt ein anderer noch hinterher. Solche Reaktionen zusammen mit den steigenden Neu-Infektionszahlen, die sich seit 2001 deutschlandweit verdoppelt und allein im vergangenen Jahr um 3000 zugenommen haben, sind ein alarmierender Hinweis darauf, dass innovative und Interesse weckende Präventionsarbeit gefragt ist wie schon lange nicht mehr.

Besonders gut in dieser Art der Arbeit sind Elke Adler vom Verein Aids & Kinder und Heidi Emling und Marcella Cestra von der Aidshilfe Heidelberg. Ihre Präsentationen im Unterricht und ihre Einführungen ins Thema in den freundlichen neuen Räumen der Aidshilfe verfolgen auch sonst sich gerne supercool gebende Jugendliche mit großem Interesse.

Damit das weiterhin so bleiben kann, hatte ein meist ganz stiller Gönner der beiden wichtigen Inititativen wieder ein großes Geschenk angekündigt. Dr. Hans-Peter Restle, Stiftungsvorstand der Löffler von Puxhausen-Stiftung überreichte nun bereits zum 2. Mal einen Scheck über 5000 Euro und rief bei den Beschenkten damit Freude und Begeisterung hervor.

Sein schönes Geschenk ist umso nützlicher und schöner als erstmals in diesem Jahr ein großer und langjähriger Kostenträger für die Präventionsarbeit seine Unterstützung aus wirtschaftlichen Gründen aufkündigen musste.

 

Für den Erhalt der Psycho-Immunologischen Ambulanz (HIV-Ambulanz) mit Dr. Dieter Sigmund  

Achtung!Pressekonferenz am 3. Juni 2008 mit dem Mannheimer Morgen, Kurpfalzradio und dem SWR

Lesen Sie hierzu den Artikel im Morgenweb

Herr Dr. Sigmund, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, arbeitet seit 20 Jahren in Ambulanz der Psychiatrie Heidelberg – immer mit Zeitverträgen.

In den letzten Jahren hat Dr. Sigmund die psycho-immunologische Ambulanz aufgebaut. Er hat sich hervorragende Kenntnisse über die psychischen Folgen von HIV, die Auswirkungen der HIV-Medikamente auf die Psyche und über die Wechselwirkungen mit Psychopharmaka angeeignet. Er verfügt in der Region über einmalige Kenntnisse, die den Betroffenen von HIV und Aids eine großartige Hilfe sind, denn sie müssen oft über Jahre und Jahrzehnte Medikamente einnehmen, die schwere Nebenwirkungen haben. 

Herr Dr. Sigmund sorgt durch seine Arbeit für eine bessere Lebensqualität der Betroffenen. Er ist mit den medizinischen und psycho-sozialen Einrichtungen für Menschen mit HIV und Aids gut vernetzt. Uns ist keine Stelle bekannt, die diese Arbeit übernehmen könnte, so dass die Betroffenen mit ihren Problemen allein gelassen werden.

Wir können auch absolut nicht verstehen, wie es die Psychiatrische Klinik mit ihrem Selbstverständnis in Einklang bringt, einen hervorragenden Mitarbeiter, der schwerbehindert und erblindet ist, auf die Straße zu setzen. Das verletzt auch den Gedanken an Integration und Chancengleichheit von behinderten Menschen.

Wir fordern deshalb die sofortige, unbefristete Einstellung von Herrn Dr. Sigmund, damit er seine wichtige Arbeit fortsetzen kann. Bitte unterstützen Sie unsere Forderung durch Ihre Unterschrift.

Aids-Hilfe Heidelberg e. V.

Unterschriftenlisten liegen in den Geschäftsräumen der Aidshilfe Heidelberg, sowie bei verschiedenen Einrichtungen und Institutionen aus.

 

Hinweis: Jeden Samstag um 17.45 - 18.00 h im ZDF führt die Moderatorin Bettina Eistel durch die  Sendung MENSCHEN.das magazin. Jede Folge ist einem Thema aus der Welt der Aktion Mensch gewidmet, das in zwei bis drei Filmbeiträgen von verschiedenen Seiten beleuchtet wird. 

Das Thema am Samstag, den 12. April 2008 hiess "Positiv leben", und zeigte ein Portrait über Elke Adler und ihre Arbeit beim Verein AIDS & Kinder e.V.

 

Ambulante ärztliche Versorgung der HIV-Infizierten und Aids-Kranken in Baden-Württemberg gefährdet

Nachdem die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Baden-Württemberg die HIV-Vereinbarungen, eine Sicherung der HIV-Schwerpunktpraxen, zum 01.01.2008 gekündigt hat, befürchten die Aids-Hilfe Baden-Württemberg e.V. und ihre Mitgliedsorganisationen im Land eine deutliche Verschlechterung der ambulanten ärztlichen Versorgung der HIV-infizierten und an
Aids erkrankten Menschen in Baden-Württemberg.

„Mit großer Betroffenheit und Sorge,“ so Ralf Fuhrmann, Vorstand der Aids-Hilfe Baden-Württemberg e.V., „haben wir von der Kündigung der HIV-Vereinbarungen in Baden-Württemberg erfahren. Wir befürchten gravierende Verschlechterungen der ambulanten ärztlichen Versorgung der Menschen, die von HIV und Aids betroffen sind. Sie werden nicht mehr in dem bisherigen Umfang kompetent und qualifiziert ambulant versorgt werden können!“

Bisher sehen die Vereinbarungen vor, dass Ärzte in Schwerpunktpraxen HIV-Infizierte und Aids-Kranke nach festgelegten Qualitätsstandards in einem Netzwerk mit Fachärzten aller Fachrichtungen in allen Fragen ihrer Erkrankung und deren Behandlung medizinisch, psychologisch und menschlich begleiten und behandeln und dafür eine HIV- Versorgungspauschale erhalten. Gerade das Gebiet der HIV/Aids-Medizin mit seinen ständig neuen Forschungs- und Wissensinhalten machen eine intensive Fort- und Weiterbildung der Ärzte notwendig. Die Diagnosestellung mit der ganzen Fülle von Konflikt- und Krisensituationen, die Frage des Behandlungsanfangs und die Frage der Therapiewahl, das Management der Nebenwirkungen und Komplikationen der Therapie und auch die Sterbebegleitung bis zum Tod erfordern von den Ärztinnen und Ärzten in den HIV-Schwerpunktpraxen ein außerordentliches Wissen, Engagement und viel Zeit. Mit Hilfe der HIV-Vereinbarungen der KV für die niedergelassenen Ärzte war es in den letzten 12 Jahren möglich, dieses gute ambulante Hilfesystem zu etablieren. In Landesteilen, wo es bisher keine entsprechende Vereinbarung gab, gibt es auch deutlich weniger HIV-Schwerpunktpraxen und damit auch eine schwierige bzw. gar keine ambulante Versorgungssituation für HIV-Infizierte und Aids-Kranke. Nach der Fusion der KV Baden-Württemberg wurden diese Regelungen ab 1. Januar 2008 für alle Regionengekündigt.

„Wir befürchten, dass sich weniger Ärzte in der ambulanten HIV- und Aids-Behandlung engagieren werden, die Betroffenen werden schlechter und nicht in Wohnortnähe versorgt. Diese Entwicklung wird auch weitere Komplikationen, Erkrankungen und Probleme für die Patienten und Patientinnen nach sich ziehen. Dadurch entstehen in der Folge unnötig höhere Belastungen für das Gesundheitssystem und damit für das Solidargemeinschaft ,“ so Gaby Wirz, Landesgeschäftsführerin der Aids-Hilfe Baden-Württemberg e.V. „Gerade in Anbetracht der Entwicklung in Deutschland, auch in Baden-Württemberg, mit steigenden Neudiagnosezahlen von HIV-Infektionen ist diese Entscheidung der Vertreterversammlung der KV Baden-Württemberg unverständlich, nicht nachvollziehbar und völlig unakzeptabel,“ so Ralf Fuhrmann weiter, „die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte im HIV/Aids-Bereich brauchen für ihre Praxistätigkeit eine angemessene Vergütung, um die teilweise sehr umfangreiche ambulante Behandlung und Versorgung zu sichern.“

Die Aids-Hilfe Baden-Württemberg e.V. fordert die KV Baden-Württemberg auf, zusammen mit den Vertragspartnern - den Krankenkassen - eine flächendeckende Versorgung für Menschen mit HIV/Aids auf einem bundesweit einheitlich guten Qualitätsniveau sicher zu stellen. (c) Aidshilfe BaWÜ vom 27.11.2007 Weitere Informationen: Ralf Fuhrmann, Vorstand, 0172-7346056

 

Auch Daten muss man schützen...(c) VorratsdatenspeicherungGeplante Vorrats-Datenspeicherung gefährdet Online-Beratung der Aidshilfen

Berlin, 2. November 2007

Voraussichtlich am 8. oder 9. November 2007 soll der Bundestag den Gesetzentwurf zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung verabschieden, den Bundesjustizministerin Zypries vorgelegt hat. Bislang hatten alle Bürger/innen die Möglichkeit, die unverzügliche Löschung der eigenen Telefonnummer nach Beendigung eines Gespräches zu verlangen. Dem Entwurf zufolge sollen zukünftig nicht nur die Daten der Telefongespräche für sechs Monate "auf Vorrat" gespeichert werden, sondern auch alle E-Mails und alle Internetaktivitäten.

Die Deutsche AIDS-Hilfe kritisiert diesen Gesetzentwurf, da sich über die Speicherung von Daten faktisch das gesamte elektronische Kommunikationsverhalten des Einzelnen analysieren lässt. Auch wenn der Inhalt der Gespräche oder der Chats geschützt bleibt, wirkt das Wissen um die Protokollierung abschreckend auf Ratsuchende - gerade dann, wenn es um sehr persönliche Themen wie Sexualität, Gesundheit oder Drogengebrauch geht. Für der Aidshilfen bedeutet dies eine konkrete Gefährdung ihrer Arbeit im Online-Bereich: Die individuelle Beratung zu sensiblen Themen ist nur dann effektiv, wenn die Ratsuchenden den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Online-Beratung vertrauen und sich darauf verlassen können, dass ihre Kontakte zu den Beraterinnen und Beratern anonym bleiben. Dies ist jedoch gefährdet, wenn die Speicherung der Kommunikationsumstände Rückschlüsse auf persönliche Problemlagen der Ratsuchenden zulässt.

"Aus Sicht der Deutschen AIDS-Hilfe brauchen Themen wie Sexualität, Gesundheit und Drogen einen besonders geschützten Raum. Gerade für Menschen, die sich um ihre Gesundheit sorgen oder befürchten, sich infiziert zu haben, ist es wichtig, dass ihr Kontakt zur Aidshilfe ihre ganz persönliche Angelegenheit bleibt", betont DAH-Bundesgeschäftsführer Dr. Luis Carlos Escobar Pinzón. Auch Karl Lemmen, DAH-Referent für Psychosoziales und Qualitätsentwicklung, fordert: "Hier müssen nicht nur Inhalte geschützt werden, sondern allein schon die Information, wer mit welcher Organisation in Kontakt tritt."

Die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. schließt sich deshalb dem Aufruf des Arbeitkreises Vorratsdatenspeicherung zu dezentralen Kundgebungen am 6. November 2007 an und fordert eine Aussetzung des Gesetzgebungsverfahrens, bis alle rechtlichen Fragen im Sinne der informationellen Selbstbestimmung geklärt sind.

Kontakt: Carmen Vallero, Öffentlichkeitsarbeit,
Tel.: 030 / 690087-16, Fax: 030 / 690087-42,
E-Mail: carmen.vallero@dah.aidshilfe.de

 

Neue europäische Guidelines

Die europäische Aidsgesellschaft (EACS) hat neue Guidelines herausgegeben: Neben aktualisierten Therapieempfehlungen für HIV-infizierte Erwachsene enthalten die Guidelines das erste Mal auch Empfehlungen zur Prävention und zum Management von metabolischen Erkrankungen bei HIV und Guidelines für die Koinfektion mit Hepatitis B und C.

Die wichtigsten Neuerungen:

Früherer Therapiestart
Ein Therapiebeginn bei asymptomatischen Patienten mit 201-350 CD4-Zellen/µl wird jetzt empfohlen statt ihn nur zu erwägen. Und die europäischen Guidelines sind jetzt die einzigen, nach denen ein Therapiestart bestimmten Patienten auch mit mehr als 350 CD4-Zellen angeboten werden sollte: Bei einer Viruslast >10.000 Kopien/ml und/oder Abfall der CD4-Zellzahl 50-100 µl pro Jahr oder älter als 55 Jahre oder Koinfektion mit Hepatitis C.

Firstline
AZT/3TC ist nur noch als Alternative für die initiale Therapie empfohlen und der PI Indinavir sollte gar nicht mehr in der Firstline eingesetzt werden.

Metabolische Erkrankungen bei HIV
Neu aufgenommen wurden Empfehlungen für die metabolischen Erkrankungen bei HIV: Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen, Management von Dyslipidämien und Hypertonie, Prävention und Management der Lipodystrophie und Hyperlaktatämie, Therapie des Diabetes Typ II sowie Prävention und Management der Hyperlaktatämie.

Hepatitis-Koinfektion
Auch neu sind die Empfehlungen zum Management und zur Therapie der chronischen Hepatitis B und C bei HIV-infizierten Erwachsenen mit allgemeinen Empfehlungen zum Screening, zur Impfung und Prävention sowie detaillierten Therapie-Algorithmen für HBV/HIV und HCV/HIV.

Die dritte Ausgabe der European Society (EACS) Guidelines gibt es als handliche DIN A 6 Papierversion und die Guidelines können von der Internetseite http://www.eacs.eu/ heruntergeladen werden. (Quelle: 11th European AIDS Conference; October 24-27, 2007; Madrid, Spain/ HIV&More vom 29. Oktober 2007)

 

AIDS ist noch lange nicht besiegt

Gruppenfoto auf der Terrasse: Monika Frey-Eger, Heidi Emling, Werner Pfisterer, Birgit Dannegger, Karde Schuth (v. r n. l. )Werner Pfisterer, MdL, besuchte zusammen mit seiner Landtagszweitkandidatin Frau Monika Frey-Eger die Aidshilfe Heidelberg: AIDS ist noch lange nicht besiegt!

Es gab einmal eine Zeit, da wurde nahezu täglich in den Medien über AIDS berichtet. Dies ist aktuell nicht mehr der Fall. Aber nicht alles, was heute in den Medien erscheint ist wichtig, und nicht alles, über das nicht berichtet wird, ist unwichtig. AIDS ist ein Thema, mit dem wir uns immer und regelmäßig auseinandersetzen sollten. Der Weltaidsbericht 2006 spricht davon, dass ungefähr 38,6 Millionen Menschen weltweit mit dem HI-Virus infiziert sind, jeden Tag soll diese Zahl um circa 11.000 zunehmen.

In unserer Stadt gibt es nunmehr seit mehr als 20 Jahren die AIDS-Hilfe Heidelberg e.V., die eine hervorragende Arbeit leistet. Seit vielen Jahren halte ich aus Überzeugung engen Kontakt zu dieser wichtigen Einrichtung, die von Heidi Emling mit den Mitarbeitern Rainer Schick und Marcella Cestra geleitet wird und in welcher viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für ihre Mitmenschen da sind. Bei meinem diesmaligen Besuch wurde ich auch von den beiden Vorstandsmitgliedern, Frau Karde Schuth und Frau Birgit Dannegger begrüßt, die sich sehr für die Aidshilfe engagieren. Die AIDS-Hilfe befindet sich mittlerweile in neuen Räumlichkeiten in der Rohrbacher Straße 22. Dies ist die zentrale Anlaufstelle für Betroffene oder Menschen, die sich über diese Krankheit informieren möchten. Der Slogan der AIDS-Hilfe ist in jeglicher Hinsicht passend: "Vergessen ist ansteckend." (RNZ vom 21.08.07)

 

(c) BZgA Phillip LahmVier Stars gegen Aids

Anni Friesinger, Christiane Paul, Samy Deluxe und Philipp Lahm sind Botschafter des Welt-Aids-Tages 2007 in Deutschland

Köln, 24. Juli 2007 – Eisschnellläuferin Anni Friesinger und Schauspielerin Christiane Paul sowie Rapper Samy Deluxe und Fußball-Nationalspieler Philipp Lahm sind die Botschafterinnen und Botschafter des Welt-Aids-Tages 2007 in Deutschland. Gemeinsam klären sie auf und appellieren, sich vor Aids zu schützen und werben für Solidarität mit HIV-Betroffenen. Die Gemeinschafts-Aktion zum 1. Dezember führt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Kooperation mit der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) und der Deutschen AIDS-Stiftung (DAS) durch.

„Wir freuen uns über das Engagement dieser Botschafterinnen und Botschafter aus den Bereichen Musik, Sport und Schauspiel/Film, weil wir so ganz unterschiedliche Gruppen in der Gesellschaft über ihre Idole ansprechen können", erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „Ganz besonders freue ich mich, dass mehrere unserer Botschafter sich wiederholt zur Verfügung stellen und damit die Ernsthaftigkeit ihres Engagements betonen. Der Kampf gegen Aids ist ihnen allen ein persönliches Anliegen, das sie mit großem Einsatz verfolgen." Dies ist vor dem Hintergrund auch in Deutschland steigender HIV-Neuinfektionszahlen, die allerdings im internationalen Vergleich dank jahrzehntelanger Aufklärung weiterhin niedrig ausfallen, besonders wichtig. Nach wie vor sind Jugendliche und junge Erwachsene wichtige Zielgruppen in der Aidsprävention, auch wenn es aufgrund kontinuierlicher Aufklärung gelungen ist, ihr Schutzverhalten in den vergangenen Jahren weiter zu verbessern. Aber immer noch gibt es Menschen, die sich und ihre Sexual-Partner nicht schützen. Anni Friesinger, Christiane Paul, Samy De-luxe und Philipp Lahm wollen helfen, Menschen unterschiedlichen Alters und gesellschaftlicher Schichten zu erreichen.

Auch Dr. Luis Carlos Escobar Pinzón, Bundesgeschäftsführer der Deutschen AIDS-Hilfe, betont die Bedeutung der prominenten Unterstützer: "Den Erfolg der Prävention in den letzten 25 Jahren verdanken wir nicht zuletzt den vielen tausend ehrenamtlichen Helfern und Unterstützern, die Verantwortung für den Schutz vor HIV und Aids übernommen haben und übernehmen, zum Beispiel in den 120 Aidshilfen vor Ort. Glaubwürdige Vorbilder leisten mit ihrem ehrenamtlichen Engagement einen wichtigen Beitrag dazu, dass diese Arbeit auch in Zukunft fortgeführt werden kann."

(c) BZgA Anni FriesingerDie Deutsche AIDS-Stiftung freut sich, dass das Botschafterteam auch in diesem Jahr wieder von der AIDS-Stiftung geförderte Hilfsprojekte in Deutschland besucht und mit aidskranken Menschen ins Gespräch kommt. „Viele HIV-positive fürchten sich immer noch – oft zu Recht – wegen HIV/AIDS diskriminiert zu werden. Die Prominenten zeigen, dass sie die Ängste aidskranker Menschen ernst nehmen und akzeptieren. Sie setzen damit ein öffentlich wahrnehmbares Zeichen für Integration und gegen Ausgrenzung", sagt Dr. Ulrich Heide vom Vorstand der AIDS-Stiftung.

Die prominenten Botschafterinnen und Botschafter werben ab November bundesweit auf Plakaten, mit Informationsmaterial und Postkarten für den Welt-Aids-Tag. „Wir brauchen solche engagierten Mitstreiter, die unsere Präventionsanstrengungen unterstützen", so die Direktorin der BZgA. Sie tauschen sich mit Betroffenen und Ehrenamtlichen aus, besuchen Projekte und sprechen Aids bei ihren öffentlichen Auftritten an.

Neben dem prominenten Botschafterteam haben zahlreiche weitere Persönlichkeiten ihr Engagement angekündigt, unter anderem der Schauspieler Daniel Brühl und Spieler der ersten Fußball-Bundesliga. Hierbei handelt es sich um Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens mit hoher Glaubwürdigkeit, die bekannt und beliebt sind und ganz besonders geeignet, um Menschen auch mit schwierigen Themen zu erreichen. „Wir wollen, dass Aids auch von den Menschen wahrgenommen wird, die bisher weniger damit in Berührung kommen", betont Elisabeth Pott. Weil Erkrankte kaum mehr öffentlich sichtbar sind, glauben viele Menschen, Aids sei kein Problem mehr. Aids ist aber noch immer unheilbar und wird es auch auf sehr lange Sicht bleiben. (Quelle: DAH)

 

AIDS-BeratungSommer, Sonne und was ist mit "Safer Sex"?

Die schönste Zeit des Jahres ist oft auch die Zeit des großen Leichtsinns. Deshalb hat die AIDS/STD-Beratung im Gesundheitsamt jetzt auch wieder eine neue Kampagne für "sicheren Sex" gestartet. 

Von Kirsten Baumbusch

Sommer, Sonne, Sex? Keine Frage, sobald die warmen Strahlen die Haut erwärmen und die schönste Zeit des Jahres ins Haus steht, werden wieder viele gute Ratschläge in den Wind geschlagen. AIDS? War da was? Ist das nicht längst heilbar? Nein, in dieser Hinsicht kann das Beratungs-Trio im
Gesundheitsamt keine großen Hoffnungen machen. Zwar hat sich vieles verändert, seit die Stelle im Landratsamt vor mittlerweile 20 Jahren eingerichtet wurde, aber "Schnee von gestern" ist diese Krankheit nicht. Die Sozialpädagoginnen Helene Feltner-Heller und Simone Flachsmann-Herion sowie
die Ärztin Waltraud Throm sind quasi von Anbeginn mit von der Partie.

Sie bieten anonyme und kostenlose HIV-Tests (ungefähr 100 im Monat sind es derzeit) an sowie Beratung zu allen Fragen, die mit AIDS und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten zu tun haben. In Beziehungen oder zwischen Eltern und Kindern über das Thema zu reden, so weiß Waltraud Throm, ist noch immer ganz schwierig. Gut zu wissen, dass es da kompetente Unterstützung gibt. Die Beweggründe, die Beratungsstelle aufzusuchen, sind ganz unterschiedlich. Nicht wenige Paare entschließen sich zu einem "Beziehungseingangstest", bevor sie das erste Mal miteinander schlafen, andere haben erfahren, dass ihr Partner nicht treu war und befürchten nun eine Ansteckung. "Viele, die
zum Test kommen, haben wahnsinnig Angst", erlebt Helen Feltner-Heller immer wieder. Die Woche zwischen Test und Ergebnis kann belastend sein. Für viele ist es aber auch Anlass, sich künftig konsequenter mit Kondomen zu schützen.

Einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit bildet die Präventionsarbeit zur sexuellen Gesundheit bei Jugendlichen. Hier wird Orientierungshilfe im Umgang mit Sexualität, Liebe, Partnerschaft und natürlich zum Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten geboten. Eingebettet ist die Tätigkeit der
Beratungsstelle in umfangreiche Kooperationen mit Pro Familia, der AIDS-Hilfe und anderen Akteuren. Zu den Gemeinschaftsprojekten gehört beispielsweise auch die Aktion "Sommer, Sonne, Safer Sex", die jetzt wieder startet. Busse und Bahnen sind mit entsprechenden Postern plakatiert und das
Beratungs-Trio ist mit Info-Ständen am Hauptbahnhof, aber auch bei Schüler- oder Studentenpartys anzutreffen.

In zwei Jahrzehnten verändert sich viel. Das hat von der Beratungsstelle Wandel und Anpassung verlangt. Nicht zuletzt schlägt sich das auch in der Namensgebung nieder. Aus der AIDS-Beratung ist inzwischen die AIDS/STD-Beratung geworden. "STD" steht dabei für "sexual transmitted diseases", also sexuell übertragbare Krankheiten.

Info: AIDS/STD Beratung im Gesundheitsamt, Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis,
Kurfürstenanlage 38 bis 40, 69115 Heidelberg, Telefon 06221 5221820. (C) RNZ vom 17.07.07

 

Pilen schlucken ist nicht Party (c) DAHRoche ruft Viracept zurück

Berlin, 7. Juni 2007. - Die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. (DAH) informiert:

Das Pharmaunternehmen Roche ruft in Kooperation mit den Gesundheitsbehörden (EMEA und Swissmedic) in Europa und einigen anderen Regionen alle Chargen von Viracept(Nelfinavir) in Pulver- und Tablettenform wegen chemischer Verunreinigungen vom Markt zurück. Die USA, Kanada und Japan sind von diesem Rückruf nicht betroffen.

Es war aufgefallen, dass einige Chargen von Viracept-250-mg-Tabletten eigenartig riechen. Die chemische Analyse der betroffenen Tabletten zeigte, dass sie aufgrund eines Produktionsfehlers zu hohe Konzentrationen von Methansulfonsäureethylester enthalten. Diese Substanz wird bei der Medikamentenherstellung im technischen Reinigungsprozess verwendet und hat sich im Tierversuch als mutagen gezeigt, kann also Veränderungen am Erbgut (DNA) hervorrufen. Das Risiko für den Menschen kann bislang nicht genau beziffert werden.

Es ist derzeit noch nicht klar, wie viele Chargen von Viracept betroffen sind. Der eigenartige Geruch ist bisher bei Viracept in Deutschland anscheinend noch nicht bekannt geworden.Aus Sicherheitsgründen werden aber ALLE Viracept-Medikamente vom Markt genommen. Es wird also in der nächsten Zeit kein Viracept in Apotheken geben. Da es sich um einen sog. Klasse-1-Rückruf handelt, werden auch bereits an Patientinnen und Patienten ausgegebene Medikamente zurückgerufen.

Roche hat am Abend des 6.6.2007 eine Presseerklärung herausgegeben und wird voraussichtlich am 7.6. oder 8.6. an Arztpraxen und Apotheken einen sog. Rote-Hand-Brief versenden.

Für Patientinnen und Patienten heißt das:
Gehen Sie so bald wie möglich zu Ihrem HIV-Schwerpunktarzt bzw. Ihrer Schwerpunktärztin. Da Viracept in der nächster Zeit nicht mehr erhältlich ist, wird die Therapie auf eine andere Medikamentenkombination umgestellt werden müssen. Wenn Sie (z.B. weil sie im Urlaub sind oder weil heute im Süden Deutschlands Feiertag ist) nicht gleich zur Arztpraxis gehen können: nehmen Sie Viracept wie gewohnt weiter und gehen Sie in den nächsten Tagen zum baldmöglichsten Termin zum Arzt. Wenn Sie die Therapie unterbrechen, riskieren Sie, dass das Virus resistent wird - ggf. auch gegen andere Medikamente als Viracept. Bringen Sie ihre angebrochene Medikamentenpackung zum Arzttermin mit. Viracept ist ein Proteaseinhibitor, der in Kombination mit anderen antiretroviralen Substanzen zur Therapie der HIV-Infektion eingesetzt wird. In Deutschland wird Viracept - im Vergleich zu anderen Proteaseinhibitoren - eher selten eingesetzt. Die meisten HIV-Patient(inn)en in Deutschland erhalten also auch bisher kein Viracept.

Weitere Informationen:
Presseerklärung der Europäischen Arzneimittelbehörde: http://www.emea.europa.eu/pdfs/general/direct/pr/25128307en.pdf Presseerklärung von Roche (auf Deutsch): http://www.roche.com/de/home/media/med-cor/med-cor-2007/med-cor-2007-06-06b.htm Die Deutsche AIDS-Hilfe wird, sobald mehr Informationen vorliegen, unter http://www.hivreport.de weiter über den Rückruf berichten.

Kontakt:
Armin Schafberger, MPH
Referent für Medizin und Gesundheitpolitik
Deutsche AIDS-Hilfe e.V.
armin.schafberger@dah.aidshilfe.de
Tel. 030/690087-30

 

Mehr als 700 HIV-Neuinfektionen täglich in Osteuropa

EU-Konferenz „Partnerschaft und Verantwortung“
12.-13. März in Bremen, Aktionsbündnis gegen AIDS fordert: Kompetenz von Menschen mit HIV nutzen!

In keinem anderen Teil der Erde sind so viele HIV-Neuinfektionen zu verzeichnen wie in Osteuropa. In den vergangenen zwei Jahren gab es laut UNAIDS einen rapiden Anstieg von 70%. Hauptinfektionsweg ist der intravenöse Drogengebrauch mit kontaminierten Spritzen. Doch nach wie vor wird in vielen Ländern, insbesondere in Osteuropa, die Ausgabe von sterilem Spritzenbesteck, Zugang zu Beratung und Kondomen für Prostituierte und Gefängnisinsassen durch Verbote unterbunden. Nur 13% der Aidspatient/innen in Osteuropa erhalten die lebenswichtige antiretrovirale Behandlung. Für die Ausweitung der Aidsbehandlung, für Programme zur Tuberkulosetherapie und zur Methadonsubstitution fehlt bislang der nötige politische Wille.

„Dies ist eine alarmierende Situation, die sofortige politische Maßnahmen erfordert“, so Rainer Seybold, Geschäftsführer des Aktionsbündnisses gegen AIDS. „Wir erwarten ein Umdenken von der russischen und anderen osteuropäischen Regierungen. Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen, die intravenös Drogen gebrauchen, und von sexuellen Minderheiten sollten der Vergangenheit angehören. Effektive HIV-Prävention kann erreicht werden, wenn Regierungsstellen zusammen mit zivilgesellschaftlichen Organisationen die Kompetenz von HIV-Positiven aktiv nutzen“.

Vor der Bremer Konferenz wurde von der Bundesregierung ein „Aktionsplan zur HIV/AIDS-Bekämpfung“ verabschiedet. „Ein wichtiger Beitrag, doch leider bleiben unsere Erwartungen unerfüllt. Im entwicklungspolitischen Teil des Plans fehlt weitgehend die klare Nennung konkreter Ziele und Maßnahmen. Erfolgskontrolle durch die Zivilgesellschaft ist daher nahezu unmöglich“, so Rolf Goldstein, Sprecher des Aktionsbündnisses. Das Bündnis hofft, dass die im Aktions-plan angekündigte interministerielle Arbeitsgruppe sich mit der dramatischen Situation in Osteuropa beschäftigt und dringende Maßnahmen beschließt.

Das Aktionsbündnis begrüßt die Zusage zur Erhöhung des Beitrags der globalen Aidsbekämpfung von 300 auf 400 Millionen Euro im Jahr 2007. Angemessen wären für Deutschland jedoch 700 Millionen Euro.

Die gemeinsame Erklärung der 27 EU-Mitgliedsstaaten sollte zur Kenntnis nehmen, dass in Osteuropa HIV-positive Menschen oft an der Armutsgrenze leben. Will man den Zugang zur Behandlung für Alle erreichen, dürfen keine bilateralen Verträge mit Pharmakonzernen geschlossen werden, deren Preise für die Mehrheit der Betroffenen unerschwinglich sind“ betont Sonja Weinreich, stellvertretende Sprecherin des Aktionsbündnisses. (Quelle: Aktionsbündnis gegen AIDS)

 

Modellprojekt für innovative Prävention im Internet gestartet

Am 1. Februar 2007 starteten die Aidshilfen und Präventionsprojekte in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein Modellprojekt Internetprävention für Schwule, Bisexuelle und MSM in Kooperation mit dem größten Internetkontaktportal für Schwule im deutschsprachigen Raum www.gayromeo.com. Nutzer der Plattform haben jetzt auch im Internet die Möglichkeit, sich bei erfahrenen Präventionsmitarbeitern online und vor Ort über HIV/Aids und andere sexuell übertragbare Krankheiten und schwulem Leben zu informieren.

Präventionsarbeit als Vor-Ort-Arbeit im Internet hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Große Teile der schwulen Community suchen ergänzend und teilweise schon ausschließlich Sexkontakte über das Internet. Schwer erreichbare Zielgruppen (Schwule auf dem Land, Bisexuelle, MSM) sind über das Internet wesentlich besser zu erreichen, da sie die schwulen Szenen meiden oder solche in ihren Regionen oftmals nicht vorhanden sind. Aus diesem Grunde haben sich die Aidshilfen entschieden, ergänzend zur erfolgreichen Szene-Vor-Ort-Arbeit nun auch Internetprävention anzubieten.

Dabei ist die Kommunikation alles andere als anonym bzw. unpersönlich. Viele Mitarbeiter gehen mit personalisierten Profilen an den Start. Andere mit einem Gruppenprofil. In jedem Fall kann mit emphatischer und qualifizierter Information gerechnet werden. Denn gemeinsam erarbeiteten im vergangenen Jahr Vertreter verschiedenster Präventionsprojekte in Deutschland, Österreich und der Aidshilfe Schweiz die Grundlagen und Standards für die Internetprävention. Damit gibt es nun allgemeingültige Qualitätskriterien für die überregionale Präventionsarbeit im Internet und für den deutschsprachigen Raum. Eine wichtige Voraussetzung für die Kooperation mit Gayromeo. Inzwischen sind 27 Partnerorganisationen, darunter viele Aidshilfen, Dr.Gay, Herzenslust, HeartCorps, SUB e.V. und viele mehr an dem Projekt beteiligt. Die DAH koordiniert das Modellprojekt.

Initiiert wurde das Projekt im Rahmen der Herzenslust-Arbeit der AIDS-Hilfe NRW e.V. "Prävention soll dort stattfinden, wo schwule Männer Kontakte und Sex suchen" sagt Matthias Kuske, Koordinator der Präventionsarbeit im Internet. Clemens Sindelar, Koordinator des Projektes bei der Deutschen Aidshilfe ergänzt "Das Projekt mit Gayromeo ermöglicht es uns, die vielen Projekte, die zum Teil bereits seit Jahren gute Präventionsarbeit im Internet leisten zu vernetzen und den Nutzern bei Gayromeo die bestmögliche Qualität in der Beantwortung ihrer Fragen zu gewährleisten". "Unseres Wissens ist es der erste Ansatz im Internet eine so umfassende Präventionsstrategie umzusetzen" so Matthias Kuske.

Auf der Startseite von Gayromeo findet man das Projekt unter Infothek und Health Support. (c) DAH Berlin

Achtung!Interessenten können sich wenden an: Clemens Sindelar, Deutsche Aidshilfe e.V. (Verträge, Inhalte der Qualitärtsstandards) Telefon: 030/69008741
E-mail : clemens.sindelar@dah.aidshilfe.de

Die Aidshilfe Heidelberg informiert seit November 2004 die bi- und homosexuellen Jungs und Männer in der Metropolregion Rhein-Neckar über ihre Angebote und Aktivitäten durch ihren Club Liebesleben_HD bei Gayromeo.

 

Menschen sind wichtiger als Patente! - Aktionsbündnis gegen Aids unterstützt Petition von Ärzte ohne Grenzen

Millionen von Menschen in wirtschaftlich ärmeren Ländern sind auf bezahlbare Nachahmermedikamente aus Indien angewiesen. Das indische Patentrecht stellt Menschenleben über Patente. Doch das Pharmaunternehmen Novartis versucht, dies durch eine Klage zu ändern. Weder Novartis noch irgendeine andere Firma darf dem Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten im Wege stehen.

Bitte unterschreiben Sie die Petition von Ärzte ohne Grenzen und fordern Sie Novartis auf, die Klage gegen das indische Patentrecht fallen zu lassen.

Hintergrund: Das Schweizer Unternehmen Novartis möchte in Indien ein Patent für das Krebsmedikament Glivec durchsetzen. Zunächst lehnten die indischen Patentbehörden Novartis’ Antrag ab. Mit der Begründung, das Medikament sei keine Innovation. Gegen diese Entscheidung hat Novartis gerichtlichen Widerspruch eingelegt. Darüber hinaus ficht Novartis die Patentierungskriterien des indischen Patentrechts insgesamt an. Das Verfahren erinnert sehr an die Gerichtsverfahren, mit denen Originalhersteller vor einigen Jahren eine Änderung des südafrikanischen Patentrechts verhindern wollten, die den Schutz der öffentlichen Gesundheit verbessern sollten. Gewinnt Novartis das Gerichtsverfahren, ist nicht nur der Zugang zu Glivec gefährdet. Novartis zielt in diesem Gerichtsstreit darauf ab, dass die Kriterien bzw. Hürden für die Vergabe eines Patentes in Indien gelockert werden. Somit wäre eine Patentanmeldung in Indien in Zukunft deutlich einfacher. Ein solches Urteil würde die Produktion von Generika in Indien erschweren und damit den weltweiten Medikamentenzugang verschlechtern. Der Gerichtstermin ist aktuell auf den 29. Januar 2007 verschoben worden. Ärzte ohne Grenzen hat eine internationale Petition gestartet, die Novartis dazu bringen soll, die Klage fallen zu lassen. (Quelle: Aktionsbündnis gegen AIDS vom 09.01.07)

Menschen sind wichtiger als Patente (c) MSF


Hohes Aids-Risiko bei ungeschütztem Analverkehr

Das Risiko einer Aidserkrankung ist bei ungeschütztem Analverkehr für beide Partner besonders hoch. Darauf weist das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hin. Oft werde vermutet, dass das HI-Virus nur in den Körperflüssigkeiten wie Sperma oder Vaginalsekret vorhanden sei, heißt es im "Epidemiologischen Bulletin" (Ausgabe 47/2006) des RKI. Diese falsche Annahme verleite beispielsweise HIV-negative Männer immer wieder zum ungeschützten Analsex mit HIV-positiven Männern oder Frauen. Die Darmschleimhaut sei jedoch das größte "HIV-Reservoir" im Körper. (Quelle: dpa/HIV-Info vom 22.12.06)

 

Danke für die Umzugshilfe

DankeschönDie Aidshilfe ist umgezogen! Viele kleine HelferInnen haben Ausserordentliches geleistet: geputzt, gepackt, getragen und geschoben, viel Stress, Kraft und Energie entwickelt, um den Geschäftsbetrieb wieder zum Laufen zu bringen. Nun sind wir (fast) zufrieden, bis auf ein paar Probleme (z.B. mit der Kommunikation), die es noch zu beseitigen gilt. Dennoch herzlichen Dank und großes Lob an alle!!!

Ganz besonders Danken möchten wir  BD-Deutschland, die uns mit 1.100,-- Euro unterstützten, der Deutschen AIDS-Stiftung in Bonn, die mit 1.300,-- Euro einen Beitrag leisteten, sowie der Stadt Heidelberg, die sogar die großzügige Summe von 3.000,-- Euros aus dem Landfried'schen Unterstützungsfond locker gemacht hat, und damit in Zeiten knapper Kassen, mithelfen das Loch zu stopfen.

 

Die AIDS-Hilfe ist bequem mit den Bussen der Linie 21 und 29 zu erreichenAus die Maus, wir ziehen um... 

Unsere neuen Geschäftsräume im Hinterhaus der Rohrbacher Straße 22...ab 16. Oktober wird die AIDS-Hilfe für 14 Tage geschlossen, da wir unser neues Domizil in der Rohrbacher Straße 2269115 Heidelberg - Weststadt beziehen werden. 

Ab dem 30. Oktober sind wir zu den üblichen Geschäftszeiten wieder für Sie da. 

Wir hoffen auf Ihr Verständnis! 

Ihre Aidshilfe Heidelberg

Lilo beim einpacken der Infomaterialien     Das Plenum voller Kisten...

Das Regenbogencafé pausiert, und öffnet am 30. Oktober wieder seine Pforten für Ehrenamtler, Betroffene, Freunde, Partner und Interessierte. Unser beiden "Kaffeetanten" Karde und Monika freuen sich bereits, Sie/Euch in unseren neuen Räumen begrüßen zu können. Jeden Dienstag immer ab 16 h!

Umzugskartons überall...  Vorsicht Glas!  Nicole hilft beim Packen

Im Hof unter dem Walnussbaum fand immer unser Regenbogenfest statt...

Unter dem Walnussbaum      Leider wurde der Hof jedes Jahr unansehnlicher...

...jetzt haben wir eine wunderbare Aussicht auf einen großen alten Garten, in dem wir nächstes Jahr unser Sommerfest feiern wollen!

Ein herrlicher Garten mit hohen Bäumen unterhalb unserer Terrasse     Auf der Terrasse werden bald viele Pflanzen blühen...

Und wir haben schon mal Mäuschen gespielt, und geschaut, was die Handwerker so treiben...

Dies wird Marcellas Zimmer...     Hier findet künftig das Regenbogencafé statt!

Rainer's Büro     Der neue Plenumsraum...

...da dürfen wir gespannt sein, wie es eingerichtet aussieht!

 

Neue HIV-Impfstoffkandidaten in Amsterdam vorgestellt

Nach der am 1.9.2006 zu Ende gegangenen HIV-Impfstoff-Konferenz in Amsterdam sind HIV-Forscher mit den erzielten Fortschritten rund um die Entwicklung eines HIV-Impfstoffs zufrieden. Einige Impfstoffkandidaten wurden auf der Konferenz vorgestellt, die in der Lage waren, eine Antwort des Immunsystems hervorzurufen.

Schwedische Forscher haben einen Impfstoff entwickelt, der in der ersten Phase einer Studie bei 90 % der Studienteilnehmer die Entwicklung von Abwehrzellen bewirkt hat. Jeder Teilnehmer der Studie erhielt insgesamt drei Impfungen. Ziel der schwedischen Wissenschaftler ist es, einen Impfstoff zu entwickeln, der gegen verschiedene Typen des HI-Virus schützt. Eine zweite Testphase soll in diesem Herbst in Tansania gestartet werden.

Für einen weiteren Impfstoffkandidaten läuft derzeit die erste klinische Phase-1 Studie in Deutschland, Belgien und Indien. Leiter der Studie ist der Bonner Mediziner Prof. Dr. Rockstroh. Allerdings hat dieser Impfstoff nur in der bisher höchsten Dosis eine leichte Antwort des Immunsystems bewirkt. Der Impfstoff wurde bisher nur gesunden, HIV-negativen Studienteilnehmern verabreicht. In Uganda, Südafrika und Sambia wurden jetzt weitere Studien mit höheren Dosierungen und wiederholten Impfungen gestartet, da der Impfstoff sich bisher als sicher und gut verträglich erwiesen hat.

Experten gehen davon aus, dass man 2008 oder 2009 wissen wird, ob die neuen Impfstoffkandidaten wirksam sind. Dann könnten Phase-3 Studien mit einer größeren Zahl von Studienteilnehmern aufgenommen werden. Die Fachleute hoffen, dass die Impfstoffe entweder in der Lage sein werden, eine Infektion mit dem HI-Virus zu verhindern, oder zumindest den Krankheitsverlauf entscheidend verlangsamen.

In der Vergangenheit sind alle Impfstoffkandidaten an der Anpassungsfähigkeit des HI-Virus gescheitert. Dem Erreger ist es bisher immer gelungen sein Erbgut so zu verändern, dass das Immunsystem von Infizierten seine Vermehrung auf Dauer nicht unterbinden konnte. (Quelle: HIV-Info vom 18.09.06)

 

Time to Deliver - AIDS Conference 2006

XVI International AIDS Conference

Zur 16. Internationalen AIDS Konferenz, die vom 13. bis 18. August in Toronto stattfindet, werden allerlei prominente Sprecher und Sprecherinnen erwartet; unter ihnen der ehemalige U.S.-Präsident Bill Clinton, die ehemalige Präsidentin Irlands, Mary Robinson, Kronprinzessin Mette-Marti aus Norwegen, Bill and Melinda Gates sowie Schauspieler Richard Gere.

Die alle zwei Jahre stattfindende Konferenz wird für ca. 20.000 TeilnehmerInnen in über 400 Workshops, Vorträgen und Meetings die neuesten wissenschaftlichen Fortschritte aufzeigen und aktuelle politische Entwicklungen beleuchten.

Im Laufe der Zeit hat sich die Orientierung von einer zunächst rein wissenschaftlichen zu einer Community-orientierten und soziale Aspekte mehr in den Vordergrund stellenden Veranstaltung gewandelt. Neu in diesem Jahr ist ein Jugendprogramm mit eigener Website, auf der sich Jugendliche interaktiv über die Konferenz informieren können: http://youth.aids2006.org (c) HIVlife

 

Pillen statt Profit“ wird zur „Landschaft 0.000261“

Am 11. August 2006 entsteht, nur wenige Tage vor der 16. Weltaidskonferenz in Toronto, auf dem Breitscheidplatz in Berlin ein 100 qm großes Werk der Solidarität. Das Aktionsbündnis gegen AIDS übergibt um fünf vor zwölf (11.55 Uhr) mit der Kunstaktion „Landschaft 0.000261“ symbolisch mehr als 250.000 unterschriebene Medikamentenschachteln an Vertreter der Pharmaindustrie.

Kunstwerk aus 250.000 unterschriebenen MedikamentenschachtelnDas Kunstprojekt „Landschaft 0.000261“ des Künstlers Walbrodt greift die tausendfache Solidarität auf und lässt sie weiter wachsen. Ehrenamtlich engagierte Menschen falten und kleben vom 1. bis 10. August in den Räumen der Gemeinde Lietzensee unter der Anleitung des Künstlers die unterschriebenen Schachteln. 0.000261 Kubikmeter: Soviel Raum umfasst eine leere Medikamentenschachtel. In dieser Schachtel könnten sich antiretrovirale Medikamente für Menschen befinden, die mit HIV/Aids leben. Dass sie leer sind, dafür trägt die forschende Pharmaindustrie eine große Mitverantwortung.

Auf dem evangelischen Kirchentag im Mai letzten Jahres startete unsere neue Mitmach-Aktion „Pillen statt Profit“. Mit Energie und Kreativität sammelten AIDS-Hilfen, entwicklungspolitische Gruppen, Gemeinden und Initiativen die unglaubliche Menge von über 250.000 Unterschriften. Zu den Unterstützern unserer Forderungen gehören auch der Künstler Herbert Grönemeyer und die Schauspielerinnen Judy Winter und Nathalie Wörner. An dieser Stelle danken wir allen Beteiligten für ihr großes Engagement.

Wir fordern ZUGANG FÜR ALLE! Ob Menschen mit Aidsmedikamenten behandelt werden können, darf nicht von ihrem Einkommen und ihrer geografischen Herkunft abhängig sein. Wir entwickelten eine Medikamentenverpackung, die zu einem Symbol für den Beitrag wurde, den die Pharmaindustrie leisten muss, um ZUGANG FÜR ALLE möglich zu machen. Wir fordern die Unternehmen konkret auf:

Originalpräparate zum Produktionskostenpreis an ärmere Länder zu verkaufen
Die Kosten für die Forschung und Entwicklung von Aidsmedikamenten transparent darzustellen
Zeitnah Medikamentendosierungen bereitzustellen, die zur Behandlung von Kindern geeignet sind
In ärmeren Ländern generell auf die Durchsetzung von Patenten zu verzichten

(c) Aktionsbündnis gegen AIDS

 

Foto-Shooting zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember: Gemeinsam gegen HIV und Aids

Berlin, 7. August 2006 - In dieser Besetzung trifft man sie selten an: Rapper Samy Deluxe, Comedian Thomas Hermanns, Schauspieler Benno Fürmann und Moderatorin und Schauspielerin Verona Pooth standen zum ersten Mal zusammen vor der Kamera. Als prominente Botschafter der Welt-Aids-Tags-Kampagne 2006 trafen sie sich in Berlin zum Fotoshooting für das Kampagnenmotiv. Die gemeinsame Aktion der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) und der Deutschen AIDS-Stiftung (DAS) zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember 2006 steht erneut unter dem Motto "Gemeinsam gegen Aids: Wir übernehmen Verantwortung - für uns selbst und andere".

Ab Herbst ist das ungewöhnliche Quartett bundesweit auf zehntausenden Plakaten, Postkarten und Anzeigen zu sehen. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt freut sich über die prominenten Mitstreiter gegen Aids: "Wenn es um Gesundheitsfragen geht, vertraut man besonders den Menschen, die persönliches Engagement zeigen. Ich danke den Aids-Botschaftern, dass sie ihre Einstellungen öffentlich und nachahmenswert machen."

Gruppenbild zum Welt-AIDS-TagJeder einzelne Botschafter hat eine andere, ganz persönliche Motivation, sich für die Aktion zu engagieren. "Leider wissen viele Jugendliche beim Thema Aids überhaupt nicht Bescheid und denken, dass sie das nicht betrifft", sagt der Hamburger Rapper Samy Deluxe. "Ihnen will ich sagen: Es ist cool, Verantwortung zu zeigen." Entertainer Thomas Hermanns stimmen die gestiegenen Zahlen von HIV-Neuinfektionen, vor allem bei schwulen Männern, traurig: "Ich weiß, es ist nicht immer leicht, im Rausch des Verliebtseins oder einem anderen Rausch einen klaren Kopf zu behalten und an den Schutz vor HIV zu denken. Aber nach all den Erfahrungen der letzten fünfundzwanzig Jahre ist Safer Sex für mich nicht Kür, sondern Pflicht." Als Schauspieler zählt Benno Fürmann zu den Besten seines Fachs. Doch er möchte die nicht vergessen, die nicht so viele Chancen hatten wie er selbst: "Ich möchte dazu beitragen, dass das Thema HIV und die Menschen, die davon bedroht und betroffen sind, nicht an den Rand gedrängt werden." Moderatorin und Designerin Verona Pooth hat in ihrem Leben schon viele Trends gesetzt. Doch nun sagt sie: "Aids ist kein Modetrend, von dem man heute spricht und in der nächsten Saison nichts mehr wissen will. Aids ist jederzeit gegenwärtig, und das dürfen wir alle nicht vergessen. Gerade ich als Mutter, Frau und Person des öffentlichen Lebens trage da auch große Verantwortung."

Die Kräfte bündeln und zusammen gegen HIV und Aids kämpfen, das ist seit vielen Jahren das erklärte Ziel staatlicher und nichtstaatlicher Akteure sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene. Es ist auch das Ziel der drei großen bundesweit tätigen Organisationen BZgA, DAH und DAS. In diesem Jahr organisieren sie zum dritten Mal gemeinsam die Aktion zum Welt-Aids-Tag, die wie im vergangenen Jahr wieder das Motto "Gemeinsam gegen Aids: Wir übernehmen Verantwortung - für uns selbst und andere" trägt. Mit ihrem Engagement haben die prominenten Botschafter einen großen Anteil am Gelingen der Kampagne.

Der deutsche Beitrag ist Teil der internationalen Kampagne der Vereinten Nationen zum Welt-Aids-Tag unter dem Motto "Stop AIDS. Keep the Promise!". Damit sollen weltweit Politiker an ihr Versprechen erinnert werden, das sie auf der Sondersitzung der Vereinten Nationen im Juni 2001 gegeben haben: sich national wie international stärker im Kampf gegen die weltweite HIV-/Aids-Epidemie zu engagieren. Der deutsche Slogan appelliert nicht nur an Politiker, sondern zusätzlich an jeden Einzelnen, Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen. Jeder kann etwas tun, aber nur zusammen sind wir erfolgreich im Kampf gegen HIV und Aids und für das Leben und die Gesundheit der Menschen, die davon besonders betroffen und bedroht sind. (Quelle: DAH Berlin)

 

JES - das bundesweite Netzwerk von Junkies, Ehemaligen und SubstituiertenHeroin als Medikament zur Behandlung Drogenabhängiger in die Regelversorgung integrieren

Berlin, 12. Juli 2006 - Anlässlich des vom Bundesverband der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit initiierten bundesweiten Gedenktages für verstorbene Drogengebraucher/innen am 21. Juli fordert die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. (DAH) die rasche Zulassung von Heroin als Arzneimittel zur Behandlung von Opiatkonsument(inn)en, eine entsprechende Änderung des Betäubungsmittelgesetzes und die Aufnahme dieser Behandlung in den Katalog der kassenärztlichen Leistungen.

"Die wissenschaftliche Auswertung der deutschen Modellprojekte zur heroingestützten Behandlung Opiatabhängiger hat den Erfolg dieser Behandlungsform eindeutig nachgewiesen", erklärte DAH-Bundesgeschäftsführer Dr. Escobar Pinzón. "Bei mehr als drei Viertel der mit Heroin behandelten Patientinnen und Patienten verbesserte sich der Gesundheitszustand erheblich, die Beschaffungskriminalität ist deutlich zurückgegangen, viele Studienteilnehmer/innen haben wieder eine Arbeit und eine Wohnung gefunden, und einige Patienten sind mittlerweile sogar abstinent."

Umso unverständlicher findet Escobar Pinzón es, dass Vertreter von CDU und CSU auf Bundesebene nun mit dem Verweis auf angeblich zu hohe Behandlungskosten die Zulassung von "Heroin auf Krankenschein" blockierten - gegen die Mehrheit der Ländergesundheitsminister. "Damit gefährden sie die Gesundheit der am Modellversuch beteiligten Patienten und auch die Gesundheit derer, denen diese Behandlung ohne die Legalisierung vorenthalten werden muss. Das ist nicht nur unsozial, sondern auch ethisch nicht vertretbar", kommentierte der DAH-Bundesgeschäftsführer. Der Verweis auf die Kosten sei nur vorgeschoben, in Wirklichkeit gehe es wohl um ideologische Widerstände: "Bei gesundheitlich stabilisierten und sozial integrierten Patientinnen und Patienten sinken die Ausgaben für die Gesellschaft und die Solidargemeinschaft." Auch das Argument, es bestehe weiterer Forschungsbedarf, ließ er nicht gelten: "Studien in anderen Ländern, darunter die Schweiz und die Niederlande, sind zu den gleichen Ergebnissen gekommen. Daher ist Heroin z. B. in Großbritannien verschreibungsfähig, und auch in der Schweiz ist die kontrollierte Heroinabgabe nach einer Volksabstimmung ein wichtiges Instrument der Schadensminderung."

Bundesweiter Gedenktag für verstorbene DrogengebraucherInnenEscobar Pinzón forderte die Bundesregierung daher auf, ihrer Verantwortung für die Gesundheit aller nachzukommen und unverzüglich Schritte einzuleiten, um die kontrollierte Heroinvergabe nach dem Auslaufen der Nachfolgephase des Modellprojekts zum Ende des Jahres 2006 als Angebot der Regelversorgung fortführen zu können: "Die heroingestützte Behandlung dient nicht nur der gesundheitlichen und sozialen Stabilisierung von Drogen gebrauchenden Menschen, sondern auch ihrem Schutz vor einer Infektion mit HIV oder Hepatitis und der Verringerung weiterer mit dem Drogenkonsum verbundener Folgeschäden."

Um der vielen tausend verstorbenen Drogengebraucher/innen zu gedenken und den dringenden drogenpolitischen Handlungsbedarf anzuzeigen, veranstalten Aids- und Drogenhilfen, Gruppen des Selbsthilfenetzwerks JES - Junkies, Ehemalige und Substituierte, Eltern, Angehörige und Freunde/Freundinnen von Drogenkonsument(inn)en sowie Aktionsbündnisse im Rahmen des Gedenktages am 21. Juli in über 30 Städten (z.B. in Wuppertal, Stuttgart, Berlin, Frankfurt, Bonn oder Hamburg) Mahnwachen, Informationsveranstaltungen, Gottesdienste, Trauermärsche und andere öffentliche Kundgebungen.

 

INTRAZEREBRALE BLUTUNGEN UNTER PROTEASEHEMMER TIPRANAVIR (APTIVUS)

Die amerikanische Zulassungsbehörde warnt in einer aktuellen Mitteilung (1) vor intrazerebralen Blutungen unter dem bei HIV-Infektionen als Reservemittel zugelassenen Proteasehemmer Tipranavir (APTIVUS). Gleichzeitig wird ein "Dear healthcare professional letter" (2) des Herstellers Boehringer Ingelheim im Internet veröffentlicht.

Tipranavir ist seit Oktober 2005 in Deutschland bei Patienten mit HIV-1-Infektion zugelassen, die mehrfach vorbehandelt und gegen mehrere Proteasehemmer resistent sind.

In klinischen Studien wurden insgesamt 6.840 Patienten mit Tipranavir behandelt. 13 Patienten erleiden intrazerebrale Blutungen, bei einem treten zwei Ereignisse auf. Von den Betroffenen sterben 8. Da viele Patienten zusätzliche Risiken hatten (Kopftrauma, Alkoholmissbrauch) und zum Teil zusätzlich mit gerinnungshemmenden Substanzen behandelt wurden, ist die Rolle von Tipranavir nicht abschließend geklärt. Ein Einfluss auf Gerinnungsparameter ist jedoch bereits in Tierversuchen mit Ratten auffällig geworden. In Zulassungsstudien treten zudem innerhalb von 24 Wochen Blutungsereignisse unter Tipranavir häufiger als unter den alternativ eingenommenen Proteasehemmern auf (3,9% versus 1,8%) (3).

Als mögliche Ursache für das erhöhte Blutungsrisiko kommt die strukturelle Verwandtschaft mit Cumarin-artigen Antikoagulanzien in Frage. In-vitro-Experimente weisen außerdem auf eine Hemmung der Thrombozytenaggregation hin.

In den USA wird der Warnhinweis besonders hervorgehoben ("black box warning"). Eine bereits bestehende Warnung vor Leberfunktionsstörungen, die nahezu 50% der Patienten betreffen und unter denen es ebenfalls zu Todesfällen gekommen ist, wird dadurch erweitert.

  1. http://www.fda.gov/medwatch/safety/2006/safety06.htm#Aptivus
  2. Boehringer Ingelheim: Dear healthcare professional letter
    http://www.fda.gov/medwatch/safety/2006/Aptivus-tipranavir_DHCP.pdf
  3. EMEA: Europ. Beurteilungsbericht (EPAR) APTIVUS, Stand Okt. 2005
    http://www.emea.eu.int/humandocs/Humans/EPAR/aptivus/aptivus.htm

 

Elke nimmt die Spendendose entgegen...AIDS-Präventionsveranstaltung an der Friedrich Hecker Schule

Am 17. und 19. Mai 2005 führte Frau Elke Adler von der AIDS-Hilfe Heidelberg zwei Präventionsveranstaltungen in verschiedenen Klassen der Friedrich-Hecker-Schule durch. Mit dem Kauf von über 300 AIDS-Schleifen signalisierten die Schüler Verantwortungsbereitschaft für den Schutz vor HIV. Unser Bild zeigt die Schülerin Tanja Mayer aus der M3MB bei der Übergabe einer vollen Spendenbüchse an Frau Adler. Weitere Infos unter Prävention

 

Die Kampagne "mach's mit"

Seit 1994 gibt es nun bereits die mach's mit-Kampagne der BZgA. Und inzwischen kennen über 90 % der Bevölkerung die großen Plakate mit den bunten Kondomen, die mit frechen Headlines für den Schutz vor  HIV und AIDS durch Kondome werben. Die mach's mit-Kampagne ist heute das sichtbarste und bekannteste Element der 1987 gestarteten Kampagne "Gib AIDS keine Chance" und hat in den vergangenen mehr als zehn Jahren wesentlich dazu beigetragen, Kondome zum alltäglichen Gegenstand zu machen - sowohl im privaten Leben als auch in der öffentlichen Wahrnehmung.

Siegertüten (c) BZgAAb Mai 2006 geht die mach's mit-Kampagne im Rahmen der Großflächenplakatierung völlig neue Wege. Im Rahmen eines Kreativwettbewerbs waren Studentinnen und Studenten von Hochschulen für Kommunikationsdesign und Gestaltung aufgerufen, eine aufmerksamkeitsstarke Fotoserie zu entwickeln, die das mach's mit-Prinzip aufgreift. Die Jury des Fotowettbewerbs vergab zwei erste Plätze - eine der beiden Gewinner-Kampagnen wird nun als aktuelle mach's mit-Kampagne bundesweit auf Plakatwänden zu sehen sein.

Auch im neuen Design bleibt das mach's mit-Prinzip erhalten: Zunächst ist die neue Kampagne - ebenso wie ihr Vorgänger - durch Studenten entwickelt worden. Darüber hinaus wird die individuelle Aufforderung, es "mit" zu machen, flankiert von einer Fülle von Beteiligungsmöglichkeiten und Möglichkeiten zur Unterstützung sowie Verankerung der Kampagne: So stellt der Fachverband Außenwerbung e.V. (FAW) erneut mehr als 75.000 Großplakatflächen kostenlos zur Verfügung. Der Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) unterstützt die Aidsprävention der BZgA und damit auch die neue Kampagne. Über boomerang medien werden ebenfalls kostenlos 1,5 Millionen Postkarten in Kinos, Szenekneipen und Universitäten verteilt. Diese starken und engagierten Partner gewährleisten eine flächendeckende, reichweitenstarke Präsenz und knüpfen damit an eine Tradition an, welche den Erfolg der altbewährten, jetzt "klassischen" Linie erst ermöglicht hat.

In der Dokumentation Gib AIDS keine Chance wird mach's mit als wesentlicher Bestandteil der AIDS-Kampagne ausführlich dargestellt. Die ersten 10 Jahre (1994 - 2003) von mach's mit wurden in einer gesonderten Dokumentation präsentiert - beide Dokumentationen stehen auf der Seite Gib AIDS Keine Chance als PDF zur Verfügung.

Wie kamen die "Väter" der Kampagne darauf, sie so zu gestalten, wie sie ist? Was entwickelte sich aus der Grund-Idee, die eigentlich "nur" auf Großplakate ausgerichtet war? Wie werden die Motive entwickelt, die dann auf den Plakatwänden in ganz Deutschland erscheinen? Wie kommt mach's mit ins Radio?

Dargestellt werden auch die Bandbreite der Motive, die vielfältigen Medien-Angebote und Folgeprojekte rund um die einfache (und wohl gerade deshalb durchschlagende) mach's mit-Idee. Die Kooperationspartner und Unterstützer, die Resonanz auf die Kampagne sowie Daten, Zahlen und Fakten aus Untersuchungen zu Akzeptanz, Reichweite und Wirkung sind weitere Themen. (c) BZgA

 

v.links: H. Emling,  D. Bischoff, M. Cestra, OB-Kandidatin C. Thimm und B. Dannegger (c) RieglerOB-Kandidatin Caja Thimm zu Besuch bei der AIDS-Hilfe

Am Freitag, den 05.Mai 2006 kam Frau Prof. Dr. Caja Thimm, OB-Kandidatin von Bündnis 90/Die Grünen und GAL, zu uns in die AIDS-Hilfe, um sich über die finanzielle Lage des Vereins, sowie die Situation der Betroffenen im Rhein-Neckar-Raum einen Überblick zu verschaffen. Insbesondere die ständig wachsende Zahl der zu beratenden oder betreuenden Personen standen im Mittelpunkt des Gesprächs. OB-Kandidatin Thimm sieht Handlungsbedarf, damit die AIDS-Hilfe auch in Zukunft ihre Aufgaben bestens erfüllen kann. Waren zu Anfang ihrer Beschäftigung lediglich 18 Betroffene zu betreuen, so Heidi Emling von der AIDS-Hilfe, hat sich deren Zahl - bei nahezu gleichem Stellenschlüssel - inzwischen mehr als verzehnfacht. Ohne das große Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer (z. Zt. 50) wäre das Arbeitspensum nicht zu bewältigen. 

Im Bereich der Prävention an Schulen wären kalkulierbare Mittel wünschenswert, um den Schutz der Jugend vor HIV und anderen ansteckenden Krankheiten besser zu gewährleisten, und  - angesichts steigender Ausgaben im Gesundheitswesen -, drohenden Kosten frühzeitig vorzubeugen. Dazu wäre eine umfassendere Aufklärung nötig, da die letzte Studie der Bravo (siehe Bericht) zeigte, dass die Jugendlichen trotz Sexualkunde wieder große Wissenslücken haben. 

Unterstützung bot OB-Kandidatin Thimm der AIDS-Hilfe auch bei der Suche nach neuen Büroräumen an, da sich die Suche nach geeigneten neuen Räumen in Heidelberg als sehr schwierig erweist. Wer mithelfen möchte, und weiß, wo man behindertengeeignete, nicht zu teure Büroräume, die auch noch verkehrsgünstig gelegen sind, finden kann, meldet sich bitte unter 06221- 16 17 00. 

Caja Thimm versprach, sollte sie zur OB gewählt werden, sich sehr für die AIDS-Hilfe einzusetzen, da sie weiß, Vorbeugung ist immer noch das einzige Mittel gegen eine HIV-Infektion. Prävention muss ganz alltäglich und selbstverständlich sein, damit die weitere Ausbreitung der Krankheit verhindert werden kann.

 

HIV & AIDS in Deutschland weiter auf erhöhtem Niveau

Augen auf im Garten der Lüste - Kondome schützen (c) AbbottGemeinsame Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:  Die Zahl der neu diagnostizierten HIV-Infektionen ist nach dem soeben im Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts veröffentlichten HIV/AIDS-Halbjahresbericht im Jahr 2005 um 13 Prozent gestiegen (von 2.210 im Jahr 2004 auf 2.490 Neuinfektionen im Jahr 2005). Im ersten Halbjahr 2005 hatte der Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum noch 20 Prozent betragen. Gleichwohl liegt die Zahl der HIV-Neudiagnosen mit umgerechnet 3,02 pro 100.000 Einwohner weiter auf erhöhtem Niveau - im Jahr 2001 waren 1,75 Neudiagnosen pro 100.000 Einwohner registriert worden. Nach einer Phase nachlassenden Schutzes ist jetzt allerdings bei sexuell aktiven Menschen nach der neuen Repräsentativerhebung "Aids im öffentlichen Bewusstsein 2005" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wieder ein Anstieg der Kondomnutzung zu beobachten. Auch die Kondomabsatzzahlen steigen wieder an.

"Das schafft Ansporn für die weitere Präventionsarbeit, denn trotz guter Behandlungsmöglichkeiten ist AIDS nach wie vor eine unheilbare, tödliche Krankheit. Schützen können nur Aufklärung und Prävention", erklärt Ulla Schmidt, Bundesministerin für Gesundheit. Die Bundesregierung hat mit ihrer am 13. Juli 2005 beschlossenen HIV/AIDS-Bekämpfungsstrategie eine neue Initiative ergriffen für mehr Zusammenarbeit in Deutschland, in Europa und weltweit. Aufklärung und Prävention, Solidarität und Antidiskriminierung und Unterstützung von Forschung sind die Hauptfelder dieses Engagements. So hat zum Beispiel das Robert Koch-Institut mit Hilfe neuer, vom Bundesgesundheitsministerium finanziell unterstützter Studien begonnen, Änderungen im Risikoverhalten genauer zu erfassen. "Wir brauchen differenzierte Datenanalysen sowie zielgruppengenaue Aufklärungskonzepte", unterstreichen Reinhard Kurth, Präsident des Robert Koch-Instituts, und Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Die aktuellen Untersuchungsergebnisse der BZgA zeigen, dass die AIDS-Aufklärung nach wie vor den weit überwiegenden Teil der Bevölkerung erreicht. Die umfangreiche Berichterstattung im vergangenen Jahr über steigende HIV-Neuinfektionszahlen hat möglicherweise einen weiteren Impuls in der Bevölkerung gesetzt, sich besser zu schützen. So verhüten die unter 45-jährigen Alleinlebenden weiterhin auf hohem Niveau. Auch zu Beginn einer neuen Beziehung werden wieder vermehrt Kondome benutzt. Lag der Anteil der Kondomnutzung in dieser Gruppe im Jahr 2004 noch bei 70 Prozent, so stieg er im vergangenen Jahr auf 75 Prozent an. Gleichwohl müssen die Präventionsbemühungen in Deutschland intensiv fortgesetzt werden, denn noch immer benutzt mehr als ein Viertel der Alleinlebenden unter 45 Jahren keine Kondome.

Die Zahl der neudiagnostizierten HIV-Infektionen hat in den letzten Jahren am stärksten in der Gruppe der Männer, die Sex mit Männern haben (MSM) zugenommen - im letzten Jahr nochmals von 1.078 (2004) auf 1.237 (2005). Auch bei Personen mit Angabe eines heterosexuellen Übertragungsrisikos hat die Zahl der neudiagnostizierten HIV-Infektionen von 276 im Vorjahr auf 344 im Jahr 2005 zugenommen. Anteilsmäßig fällt der Anstieg in dieser Gruppe sogar stärker aus als bei den MSM. Weitere Informationen: http://www.rki.de & http://www.bzga.de / (c) BZgA vom 02.05.06

 

Red RibbonDAH: Kirche muss alles tun, um Aids zu bekämpfen

Berlin, 25. April 2006 - Die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH) begrüßt Stellungnahmen führender Vertreter der katholischen Kirche, die auf erste Schritte zur Erlaubnis von Kondomen zur HIV-Bekämpfung schließen lassen. "Für die DAH steht der Schutz vor HIV an erster Stelle. Es kann nicht sein, dass HIV-positiven Partnern der Schutz des nicht Infizierten moralisch verwehrt wird", erklärte Bundesgeschäftsführer Dr. Luis Carlos Escobar Pinzón.

Am Wochenende wurden in italienischen Zeitungen Pläne für ein Dokument des Vatikans bekannt, das sich mit der Freigabe von Kondomen für HIV-infizierte Ehepartner beschäftige. "Wenn Kardinal Martini sogar von der moralischen Verpflichtung HIV-Infizierter spricht, ihren nichtinfizierten Partner zu schützen, ist das für die katholische Kirche sicher ein großer Schritt", meinte Escobar Pinzón. "Für die Aidshilfe aber ist schon seit jeher klar, dass Kondome zum Schutz vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten unverzichtbar sind - unabhängig davon, ob man sich in einer Ehe oder Partnerschaft befindet oder nicht."

Diese aktuelle Diskussion innerhalb der katholischen Kirche habe für die Präventionsarbeit der Aidshilfen in Deutschland daher keinerlei Bedeutung. "Grundvoraussetzung primärpräventiver Maßnahmen ist die Akzeptanz der Lebensstile", erläuterte Escobar Pinzón. "Die nach wie vor von der Kirche aufrechterhaltene Ablehnung der Homosexualität und jeglicher Sexualität außerhalb der Ehe steht diesem lebensstilakzeptierenden Präventionsansatz konträr entgegen."

Die Werbekampagnen zum Schutz vor HIV und damit gekoppelte personalkommunikative Maßnahmen in Deutschland hätten im europäischen Vergleich zu relativ niedrigen Infektionsraten geführt. "Auch wenn die HIV-Zahlen langsam steigen - die offene und zielgruppenorientierte Prävention in der Bundesrepublik ist ein Erfolgsmodell, das fortgesetzt und immer wieder aktualisiert und ausgebaut werden muss", sagte Escobar Pinzón.

Der DAH-Geschäftsführer erinnerte an die verheerenden Folgen, die das Kondomverbot der katholischen Kirche in christlich geprägten Ländern, vor allem südlich der Sahara, habe. "Es ist völlig unverantwortlich, den Menschen den Schutz vor Aids vorzuenthalten beziehungsweise ausschließlich auf die eheliche Treue zu verweisen, obwohl bekannt ist, dass sie in den männlich dominierten Gesellschaften oft nicht eingehalten wird", sagte Escobar Pinzón. Von daher sei zu begrüßen, dass Kardinal Martini Partnern die Pflicht und das Recht zuspreche, sich selbst und ihr Gegenüber zu schützen.

"Die DAH fordert die katholische Kirche auf, alles zu tun, um Aids wirksam zu bekämpfen", erklärte Escobar Pinzón. Dazu gehöre auch, den Schutz vor HIV über kirchliche Fragen der Sexualmoral zu stellen.


Weitere Informationen:

Deutsche AIDS-Hilfe e.V.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Guido Schlimbach
Fon 0171 575 06 37
E-Mail: presse@dah.aidshilfe.de

 

DAH: Wir müssen Migrantinnen und Migranten in die HIV-Prävention integrieren

Der neue Geschäftsführer der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH), Dr. Luis Carlos Escobar Pinzón, rief zur Partnerschaft von Medizin und Selbsthilfe in der HIV-Prävention auf. "Nur gemeinsam können wir die anstehenden Aufgaben bewältigen, nicht neben- oder gegeneinander", erklärte Escobar Pinzón anlässlich der Eröffnung der 11. Münchner AIDS-Tage. Vor 1 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Aids-Kongresses forderte er Einigkeit über den Umgang miteinander, mit den Zielgruppen und allen Akteuren der Prävention. "Trotz Differenzen und unterschiedlicher Sichtweisen sollten Mediziner und Forscher sowie die Akteure in der Selbsthilfe in gegenseitiger Wertschätzung und Akzeptanz mit einer klaren Haltung und dem Bewusstsein für die jeweiligen Grenzen bei der Vorbeugung gegen HIV und Aids an einem Strang ziehen."

Luis EscobarDer von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommene Anstieg von HIV-Neuinfektionen bei Migrantinnen und Migranten aus Ländern mit hoher Aidsprävalenz mache es notwendig, diese Gruppe in die Gesundheitsförderung und Prävention zu integrieren. "Wir müssen uns der Herausforderung stellen, mit Sensibilität und Respekt für andere kulturelle Vorstellungen Dinge beim Namen zu nennen und auch Mythen entgegenzuwirken", erläuterte Escobar Pinzón. Nur wenn Aidshilfen, Ärztinnen und Ärzte sowie die Menschen aus den Zielgruppen zusammenwirkten, könne ein Vertrauensverhältnis aufgebaut und könne auch gegenüber Politik und Verwaltung etwas erreicht werden. "Dabei ist die Förderung der Selbsthilfe unverzichtbar, ebenso der Auf- und Ausbau der zugehenden Arbeit und der Arbeit mit Multiplikatoren aus den Zielgruppen", sagte der DAH-Bundesgeschäftsführer.

Escobar Pinzón wies darüber hinaus auf den Nutzen medizinischer Angebote und Maßnahmen für die Primärprävention hin. "Der Anteil der durch die HIV-Therapien erreichten Senkung der Viruslast an den in Deutschland - im Vergleich zu anderen europäischen Staaten - nach wie vor relativ niedrigen Neuinfektionszahlen muss als sehr hoch veranschlagt werden." Ähnliches gelte für die Diagnostik und Behandlung sexuell übertragbarer Krankheiten wie der Syphilis, die sonst Motor der HIV-Epidemie werden könne. "Auch den HIV-Test bewerben wir mittlerweile offensiv", sagte Escobar Pinzón. Die Deutsche AIDS-Hilfe starte demnächst eine Kampagne, die sich vor allem an schwule Männer richte, sich nach einer Risikosituation testen zu lassen, um gegebenenfalls die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten rechtzeitig und optimal nutzen zu können. (c) DAH

 

Ein Strauss roter und gelber Rosen (c) BZgAValentinsaktion 2006

Unter dem Motto "Für Engelchen und Teufelchen" werben Floristen in ganz Deutschland mit feurigen Sträußen für den Schutz vor AIDS!

Mit einem "feurigen Strauß" tragen Floristen in ganz Deutschland rund um den Valentinstag (14. Februar) auch im Jahr 2006 in ihren Fachgeschäften zur Prävention von AIDS bei. Gerade junge Kunden im Alter zwischen 16 und 30 Jahren spricht ein eigens für den Anlass entwickelter temperamentvoller Strauß mit roten und gelben Rosen an. "mach’s mit – Gib AIDS keine Chance!" fordern die dazugehörigen Plakate und Postkarten auf, die mit ihrer Schutzbotschaft an "Engelchen und Teufelchen" ein beliebtes Motiv der Großplakate der BZgA-Kampagne aufgreifen.

Auf Initiative der Fachzeitschrift "florist" wurde für die Aktion dieser sehr spezielle Blumenstrauß kreiert, der das Thema feurig und zart zugleich umsetzt und mit der eingearbeiteten "mach´s mit"-Postkarte die Safer-Sex-Botschaft überzeugend vermittelt. Sie zeigt ein gelbes "Engels-Kondom" und ein rotes "Teufels-Kondom".

Was gibt es schöneres als die Liebe und das Lieben? Mal kann es dabei zart und sinnlich, ein anderes Mal feurig und leidenschaftlich zugehen. Aber immer gilt: Sicherheit und Schutz gehören zu einem verantwortungsvollen Zusammensein einfach dazu. Schließlich geht es um das ewige Wechselspiel zwischen Liebe und Zärtlichkeit sowie Leidenschaft und Erotik. Da ist für alle Liebenden was dabei: Denn manche mögen´s eben heiß und andere bevorzugen es, lieber ganz sanft auf Wolke sieben zu schweben...

Der Fachverband Deutscher Floristen unterstützt diese Gemeinschaftsinitiative, die seit Jahren erfolgreich in Deutschland etabliert ist. Deshalb wird im Frühjahr die gemeinsame Aktion erneut dafür sorgen, dass die floralen Liebesgrüße an die Liebste oder den Liebsten das kommunizieren, was in einer Partnerschaft wichtig ist: Liebe und Zuneigung mit Verantwortung zu verbinden. Eine Botschaft, für die sich Blumen als Sympathieträger hervorragend eignen und die deshalb bei den Floristinnen und Floristen sehr gut aufgehoben ist!

In Heidelberg beteiligen sich die Blumenecke von Frau Binzer in der Bergheimer Strasse, das Blumenhaus Blase in der Kurfürsten Passage am Bahnhof, Jennerfloristic  im Hauptbahnhof und der Blumenladen von Frau Jagst in der St. Anna Gasse an der Aktion.

 

Für wen übernimmst du Verantwortung?

In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Sozialwesen in Mannheim und der Aidshilfe Heidelberg fand am ersten Advent eine Mitmachaktion vor der Providenzkirche statt.

Gemeinsam übernehmen wir Verantwortung, für uns und andereIn Anlehnung an das Motto des Welt–Aids–Tages 2005 „Verantwortung für sich und andere übernehmen“, befragten die Studierenden jugendliche Passanten, für wen sie in ihrem Leben Verantwortung übernehmen. Anschließend wurden diese Namen auf rote Luftballone geschrieben und an einer Buchstabenkette „Verantwortung“ befestigt.

Durch diese positiv provozierende Frage wurden die jungen Leute zum Nachdenken angeregt. In den einzelnen Gesprächen wurde auch darüber gesprochen was Verantwortung im Bezug auf die Thematik Aids bedeutet. Einige Jugendliche informierten sich zusätzlich am Stand der Aidshilfe und nahmen sich Broschüren oder Kondome mit.

Insgesamt haben sich ca. 170 Jugendlich an der Aktion beteiligt. Am Abend schmückte diese Luftballonkette die Peterskirche, in der ein Gottesdienst zum Welt-Aids-Tag stattfand. (C. Funck)

 

Angehörigennetzwerk mit eigenem Forum

Das Netzwerk der Angehörigen von Menschen mit HIV und Aids hat sein Angebot erweitert: ab sofort gibt es für alle die gerne diskutieren möchten ein Forum für den Gedankenaustausch mit anderen. Eingeladen sind alle Angehörigen, Familienmitglieder, Partner & Partnerinnen, sowie Freunde & Freundinnen.

Forum

 

DAH gratuliert Erika Trautwein zum Bundesverdienstkreuz

Erika Trautwein, Sprecherin des Netzwerks der Angehörigen von Menschen mit HIV und Aids und in dieser Funktion Ansprechpartnerin im Bundesverband der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH), wurde am 19.12.2005 für ihr bürgerschaftliches Engagement in der Vernetzung, Beratung und Begleitung Angehöriger in vergleichbaren Lebenssituationen mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. In einer Veranstaltung zu Ehren von Robert Koch, der vor 100 Jahren den Nobelpreis für Medizin erhielt, überreichte die Bundesgesundheitsministerin die von Bundespräsident Köhler verliehenen Auszeichnungen an 16 Bürgerinnen und Bürger.

Sven Christian Finke, Vorstand der DAH, der für den Bundesverband an der Zeremonie teilnahm, würdigte Trautweins Engagement über viele Jahre. "Die Arbeit des Angehörigennetzwerks, die von Erika Trautwein maßgeblich geprägt und angestoßen wurde, kann durch institutionelle Einrichtungen nicht erbracht werden. Das hohe Maß an Authentizität und die fachliche Kompetenz macht das Engagement des Netzwerks in Deutschland unersetzlich und im Bereich von HIV und Aids einzigartig", sagte Finke.

1997 wirkte Trautwein, deren Sohn an den Folgen von Aids verstarb, an der Gründung des Netzwerks der Angehörigen von Menschen mit HIV und Aids mit. "Viele Familienangehörige und Nahestehende haben noch immer Angst, in ihrem Umfeld über die HIV-Infektion, Homosexualität, Drogenkonsum oder Gefängniserfahrungen eines Angehörigen zu sprechen", erläuterte Finke. Das Netzwerk bietet anonyme Beratung im Internet an, informiert und möchte stärken, über den Verlust von Angehörigen hinwegzukommen. Das Netzwerk der Angehörigen von Menschen mit HIV und Aids ist im Internet unter www.angehoerige.aidshilfe.de zu erreichen. (Quelle: DAH vom 20.12.05)

 

Die CDU-Delegation zu Besuch in der AidshilfeBesuch der CDU in der AIDS-Hilfe

Am Freitag, den 02. Dezember 2005 war der Landtagsabgeordnete Werner Pfisterer  zusammen mit Stadträtin Monika Frey-Eger, Stadtrat Klaus Weirich und Pressereferent David Müller zu Besuch in der AIDS-Hilfe, um sich über unseren Verein und die Situation der Positiven in der Region zu erkundigen. Die angespannte finanzielle Lage, sowie die Zunahme der HIV-Infektionen in Deutschland waren ebenfalls ein wichtiges Thema.

 

HIV & AIDS geht alle anZitat von seiner Homepage: "Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den ehrenamtlichen Helfern der Aids-Hilfe ist es ein wichtiges Anliegen, dass insbesondere auch an den Schulen über AIDS aufgeklärt und das reichlich vorhandene Informationsmaterial an die Schülerinnen und Schüler verteilt wird. Angesichts der aktuellen Entwicklung der erfassten AIDS-Erkrankungen kann dies eine lebensrettende Maßnahme sein."

Werner Pfisterer will während seiner Nachtour Menschen an ihren jeweiligen Arbeitsplätzen besuchen, die sich für das Allgemeinwohl engagieren und ihnen auch für ihren vorbildlichen Dienst danken. Diese Tour unternimmt Werner Pfisterer bereits seit vielen Jahren; sie ist für ihn mittlerweile zur Tradition geworden, sowie seine Besuche in unserer Aidshilfe.


Telefonberatung Anonyme Telefonberatung der AIDS-Hilfe Heidelberg 

Die Zahl der Neuinfektionen bei HIV stieg in diesem Jahr zum ersten Mal seit Jahren wieder an. Die AIDS Hilfe reagiert auf diese besorgniserregende Entwicklung indem sie ihre anonymen Telefonberatungszeiten unter der Telefonnummer HD 19 4 11 um 4 Stunden erweitert. 

Die Beratungszeiten ab 1.12.05 sind:

montags         13 – 15 h       für alle und speziell auch von Frauen für Frauen

mittwochs      14 - 16 h       für alle und speziell auch von Frauen für Frauen

dienstags        10 – 12 h       für alle und speziell auch von  und für schwule(n) Männer(n)

freitags           13 – 15 h      für alle und speziell auch von  und für schwule(n) Männer(n)

 

Gemeinsam gegen Aids: Wir übernehmen Verantwortung – für uns selbst und andere

STOP  AIDS - Make your promise!Stop AIDS. Keep the Promise! – das internationale Motto des diesjährigen Welt-Aids-Tages am 1. Dezember erinnert Politiker in aller Welt an ihr auf der Sondersitzung der Vereinten Nationen vom Juni 2001 gegebenes Versprechen, sich stärker im Kampf gegen die weltweite HIV-/Aids-Epidemie zu engagieren. 

Das deutsche Motto ergänzt: Nicht nur die Politik, sondern jeder Einzelne trägt Verantwortung für sich selbst und andere. Und daher können nicht nur Politiker versprechen abgeben, sondern jeder einzelne selbst. Machen auch Sie mit, und helfen Sie den an HIV & AIDS erkrankten Menschen - Make your Promise!

 

Weltweit infiziert sich alle 6 Sekunden ein Mensch mit HIV

Alle 10 Sekunden stirbt ein Mensch an AIDS

 

Im Kampf gegen die HIV-Ausbreitung und für das Leben und die Gesundheit der Menschen, die davon besonders bedroht und betroffen sind, können wir aber nur zusammen etwas erreichen. Auch in diesem Jahr machen deshalb die drei großen Aids-Organisationen in Deutschland gemeinsam auf das Thema HIV und Aids aufmerksam. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH) und die Deutsche AIDS-Stiftung (DAS) haben dazu prominente Botschafter gewonnen, die selbst ein Beispiel für das Motto geben: Sie nehmen ihre Verantwortung als Vorbilder und Meinungsmacher wahr, zeigen in unterschiedlichen Bereichen Initiative und engagieren sich gemeinsam und mit vielen anderen für den Kampf gegen Aids und für Betroffene.

Prominente gegen AIDS (c) BZgA Ex-Tennisstar Boris Becker, Schauspielerin Christiane Paul, MTV-Moderator Patrice Bouédibéla und die Boxweltmeisterin Regina Halmich rufen dieses Jahr zum Kampf gegen Aids die Bevölkerung auf. 

Die vier Welt-Aids-Tags-Botschafter haben ganz persönliche Beweggründe für ihr Engagement: Boris Becker bekennt: «Bisher hatte ich in meinem Leben einige Male richtig Glück. Darauf sollte man sich aber nicht verlassen. Aus meinen Erfahrungen habe ich gelernt und weiß jetzt: Verantwortung heißt auch Schutz vor HIV.»

Die Schauspielerin Christiane Paul hat bereits im BZgA-Aids-Spot «Roulette» mitgewirkt. Sie möchte zum Mitmachen auffordern: «Wir müssen gemeinsam handeln, damit HIV-Infizierte möglichst beschwerdefrei und ohne Diskriminierung leben können.» MTV-Moderator Patrice Bouédibéla will der wachsenden Gleichgültigkeit sein Engagement entgegen setzen: «Auch wenn in Deutschland im Kampf gegen die Ausbreitung von Aids schon viel erreicht wurde, es bleibt auch bei uns einiges zu tun.»

Regina Halmich schließlich, die erfolgreichste Boxerin der Welt und seit zehn Jahren amtierende Weltmeisterin, möchte nicht nur ein sportliches Vorbild sein: «Als Boxerin muss ich immer wieder den Mut haben, in den Ring zu steigen. Ich möchte anderen Mut machen, sich und ihre Partnerinnen und Partner vor einer Infektion zu schützen.»

Mit ihrem Engagement unterstützen die Prominenten die drei großen bundesweit tätigen Organisationen BZgA, DAH und DAS, die seit vielen Jahren eng zusammen arbeiten und zum zweiten Mal eine gemeinsame Aktion zum Welt-Aids-Tag organisieren, um gemeinsam darauf hinzuweisen, wie wichtig es ist, im Kampf gegen HIV und Aids die Kräfte zu bündeln. Verantwortung wahrnehmen, Initiative zeigen, gemeinsam handeln – das ist gerade beim Kampf gegen HIV und Aids entscheidend. 

Weitere Infos unter www.welt-aids-tag.de (Quelle: BZgA)

 

HIV-Medikamente, Heilpflanzen, Vitamine & Co.

CannabisGegen HIV ist kein Kraut gewachsen. Als wirksam gegen das Virus hat sich bislang nur die antiretrovirale Therapie (HAART) erwiesen. Naturheilkunde, Vitamine oder Entspannungsverfahren können die HAART also nicht ersetzen. Allerdings können die Substanzen und Verfahren sinnvoll eingesetzt werden, um Symptome der HIV-Infektion oder Nebenwirkungen der antiretroviralen Therapie zu lindern. Naturheilkunde kann die HAART also ergänzen.

Vorsicht ist geboten: Einige Heilpflanzen können die HIV-Infektion verschlimmern oder verursachen - wie auch einige Drogen und Hormonpräparate - problematische Wechselwirkungen mit der antiretroviralen Therapie (HAART). Vor der Anwendung solcher Substanzen will die DAH auf ihrer neuen Site www.hiv-wechselwirkungen.de warnen. Für das Frühjahr 2006 ist die Erweiterung dieser Webseite um das Thema Drogen geplant. (c) DAH

 

Online-Beratung

Fragen zu HIV, Hepatitis und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten können seit Oktober vertraulich - verlässlich - kompetent an die gemeinsame Online-Beratung der Aidshilfen gestellt werden. Unter www.aidshilfe-beratung.de gelangen Anfragen - selbstverständlich anonym - per Email oder im Einzelchat an ein Team aus 21 Berater/innen aus 13 AIDS-Hilfen. Die Onlineberatung bietet einen sehr persönlichen Rat, auch auf Englisch, Spanisch, Französisch und Niederländisch.

Fragen Sie die erfahrenen und speziell geschulten Mitarbeiter/innen, wie Sie sich schützen können oder ob Sie sich angesteckt haben könnten. Oder stellen Sie Fragen zum Leben mit HIV, egal, ob sie als Betroffene/r oder als Partner/in bzw. Angehörige/r Unterstützung suchen. Ihre Sicherheit ist unser Anliegen! (c) DAH

 

Deutsche AIDS-Hilfe e.V. ist besorgt über steigende Infektionszahlen: Aidsprävention muss intensiviert werden! 

Berlin, 04. Oktober 2005 – Die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH) äußert sich besorgt über die heute veröffentlichten Daten zur aktuellen Entwicklung der HIV-Infektionen und Aidserkrankungen in Deutschland. Das Robert Koch Institut (RKI) in Berlin konstatiert aufgrund der Neuinfektionen im ersten Halbjahr für 2005 eine Steigerung zwischen 10 und 20 %. Die größte Steigerung ist bei Männern, die mit Männern Sex haben, zu verzeichnen. Deren Anteil an den Neuinfektionen beträgt 55 %.

(c) DAH„Diese Zahlen bestätigen leider eindrucksvoll, was unsere Präventionsmitarbeiter vor Ort seit langem in der Schwulenszene und darüber hinaus feststellen: das Schwinden von Aids in den Medien und die Heilungsphantasien aufgrund unterschiedlichster Faktoren – etwa der verharmlosenden Werbung der Pharmaindustrie – haben zu einer Präventionsmüdigkeit geführt“, erklärte Guido Schlimbach von der DAH. „Die Deutsche AIDS-Hilfe sieht die Notwendigkeit, die zielgruppenspezifische Prävention bei schwulen und bisexuellen Männern zu verstärken. Hier müssen zusätzliche Mittel bereitgestellt werden!“

Dass insbesondere die gezielte Verhältnisprävention positive Effekte hat, zeigt die stagnierende Zahl an Neuinfektionen bei drogengebrauchenden Menschen. Deren Anteil ist auf ca. 5 % gesunken. „Hier muss die Lebensstil akzeptierende Prävention fortgesetzt werden.“

Darüber hinaus sieht sich die DAH darin bestätigt, Aids als globales Phänomen wahrzunehmen und dem zu begegnen. „Dass sich 25 % der heterosexuellen oder drogengebrauchenden Menschen nicht in Deutschland infiziert haben und hier zu Hause ihr positives Testergebnis bekommen haben, bestätigt unsere Sicht, dass Prävention nicht vor der Haustüre endet“, erläuterte Schlimbach. Außerdem betrachteten die regionalen Aidshilfen vor Ort Menschen mit Migrationshintergrund seit langem als maßgebliche Zielgruppe ihrer Präventionsarbeit.

Auf der Mitgliederversammlung der Deutschen AIDS-Hilfe am vergangenen Wochenende im niedersächsischen Goslar bekräftigten die Delegierten der etwa 120 Mitgliedsorganisationen ihre Forderung an die politisch Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen, in der Unterstützung der Aidshilfen nicht nach zu lassen und somit die zielgruppenspezifische Prävention nachhaltig dort zu fördern, wo sie kompetent umgesetzt werden kann. „Wir appellieren insbesondere an die Länder und Kommunen, den Bestand der regionalen Aidshilfen nicht durch leichtfertige Etatkürzungen zu gefährden“, sagte Schlimbach. „Die Zahlen des RKI belegen leider beeindruckend, dass wir unsere bisherigen Bemühungen weiter ausbauen und verstärken müssen!“ (Quelle: DAH Information /Guido Schlimbach, Tel. 0221/92 59 96 –17, presse@dah.aidshilfe.de)

Den Bericht des Robert-Koch-Institutes finden Sie hier als PDF-Datei zum Download: rki_bericht2005_01.pdf

 

Vergessen ist ansteckend

Kopflos? - Vergessen ist ansteckend!Mit positiver Resonanz wurde die neue „Vergessen ist ansteckend“ - Kampagne auf der diesjährigen Reminders Day-Aidsgala erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die provokante Mischung aus Erotik und Dramatik verfehlte ihren Zweck nicht. Schnell wurden die fünf Printmotive zum Gesprächsthema: Umschlungene Körper beim entfesselten Liebesspiel – auf dem Schreibtisch, im Fahrstuhl, im Park, im Bett oder in der Badewanne. Doch den aufregend in Szene gesetzten Protagonisten fehlt etwas Entscheidendes: Der Kopf. Die Berliner Werbeagentur „Etwas Neues entsteht“ entwickelte die neue Kampagne für „Vergessen ist ansteckend“, bestehend aus fünf Printmotiven, zwei Funkspots und einem Kinospot.

Pieter Schnell, Initiator der Aktion „Vergessen ist ansteckend“: „Der Kampf gegen das Vergessen kann nur mit einer offensiven Strategie geführt werden. Wir sind auf ein maximales Maß an Aufmerksamkeit angewiesen, um die Bedrohung durch HIV und Aids wieder in das Bewusstsein zu rücken.“ . Dominik Agazadeh, Geschäftsführer der Werbeagentur „Etwas Neues entsteht“: „Man möchte sich in der Liebe ja gern fallen lassen, aber in Zeiten von HIV und Aids kann man den Kopf leider nicht ausschalten. Wir haben uns für eine ästhetisierte Bilderwelt entschieden, um die unsichtbare Gefahr des HI-Virus darzustellen – man sieht es den Betroffenen schließlich nicht an.“Gorden Mross, Creative Director: „Besonders beeindruckt hat mich die schnelle Zusage und das Engagement der ehrenamtlichen Partner, ohne die wir die Kampagne nicht hätten realisieren können. Mein Dank gilt insbesondere dem Fotografen Anatol Kotte, der Filmproduktion "Neue Sentimental" und der Audioproduktionsfirma "audioforce", die hervorragende Arbeit geleistet haben!“ Kampagne und Infos unter: www.remindersday.com

 

AIDS-Hilfe Heidelberg - die richtige Wahl!

 

DAH-Forderungen zur Bundestagswahl 2005

Vorbehaltlich einer entsprechenden Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts werden in diesem Jahr Bundestagswahlen stattfinden. Die DAH hat aus diesem Anlass ein Papier verfasst, das die sich aus ihrer Arbeit ergebenden Forderungen an die Politik in den Bereichen Prävention, Gesundheitspolitik, Pflege und Versorgung, Arbeit, Beschäftigung und Lebensunterhalt, Forschung, Europa sowie Internationale Verantwortung erläutert und bündelt.

Sie können die "DAH-Forderungen zur Bundestagswahl 2005" als PDF-Datei herunterladen: 050809DAHForderungenBTWahl.pdf

 

Soziale Projekttage im Hölderlin Gymnasium

Die Klasse 10a des Hölderlin Gymnasiums sammelte fleißig Geld für uns in der Hauptstrasse Heidelberg. Eine Schülerin hatte das Thema AIDS für eine Präsentation im Unterricht gewählt und die Klasse so auf die Idee gebracht. An einem Stand verkauften sie Kuchen und verteilten Broschüren zu HIV & AIDS. 

Im Vorfeld hatten sie Info-Plaketten angefertigt, die nun ausgestellt wurden. Bei einem Quiz konnten Passanten ihr Wissen zum AIDS testen, als Preise gab es unter anderem Kondome. Alle Spender, Kuchenesser und Quizteilnehmer durften danach auf einer überdimensionalen AIDS-Schleife unterschreiben, die zuerst beim Schulfest ausgestellt wurde und nun in der AIDS-Hilfe zu sehen ist. Der Lohn des Ganzen: stolze 760,20 Euro Spendensumme für Menschen mit HIV & AIDS.

Vielen Dank an die Klasse 10a, ihr ward super!!!

 

Mit Fotos gegen HIV

In Brüssel wurden die Preise für den Fotowettbewerb "One Vision 2005", der den Alltag HIV-Infizierter zum Thema hat, verliehen. Bericht von Jan Gebauer:

Zum zweiten Mal wurden am 3. Juni in Brüssel Bilder aus dem Alltag von HIV-Infizierten ausgezeichnet. Der von dem Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb gesponserte Fotowettbewerb "One Vision 2005" wurde ins Leben gerufen, um die Hoffnung der Menschen zu zeigen, die mit HIV und Aids leben. Das diesjährige Thema der Veranstaltung war "Lebensbilder". Die Ausrichter hatten dazu aufgerufen, Bilder einzuschicken, die heute – rund 20 Jahre nach Entdeckung des HI-Virus – die Entwicklung, den Fortschritt und die Hoffnung im alltäglichen Leben widerspiegeln. Über 670 Fotos aus 18 Ländern Europas wurden zu diesem Anlass eingereicht. Dabei stammte rund ein Viertel der Fotos von professionellen Fotografen. Für Deutschland und die anderen Nationen gab es sowohl eine professionelle als auch eine nicht-professionelle Kategorie. Zudem bestand die Möglichkeit, auch in der gesamteuropäischen Klasse ausgezeichnet zu werden. Für nationale Auszeichnungen winkte ein Preisgeld von 1.000 Euro, während die gesamteuropäische Würdigung zwischen 1.500 und 5.000 Euro dotiert war.


1. Preis Deutschland Amateurfotografen: ''Save?'' von Virginia Maier

Die deutschen Teilnehmer waren überaus erfolgreich: So gewannen Murat Tueremis (für das Bild "Hinhiv") aus Köln und Marcus Schubert ("Lucia") aus Berlin jeweils den zweiten Preis in den professionellen und nicht-professionellen europäischen Kategorien. Desweiteren wurden Virgina Maier aus Mannheim ("Save?") für die sinnliche Aufnahme des Hinterns ihres afrikanischen Freundes als beste Amateuerfotografin und Achim Pohl aus Essen für das Ablichten einer Ärztin mit der kleinen "Amanda" auf dem Arm als bester Profifotograf ausgezeichnet. Die achtköpfige Jury unter dem Vorsitz des bekannten Fotografen Robert Taylor bestand unter anderem aus dem belgischen HIV-Interessenvertreter Patrick Reyntiens, Frédérique Ries, Mitglied des Europäischen Parlaments, sowie Taylors preisgekrönten Kollegen Sarah Moon aus Frankreich und Cristobal Manuel Sanchez Rodriguez, der für die renommierte spanische Zeitung "El País" tätig ist.

Das Ziel der Initiative "One Vision" ist es, finanzielle Mittel für HIV- und Aids-Selbsthilfegruppen in Europa aufzubringen. Darum werden auch spezielle Nachdrucke, zum Beispiel in Form von Kalendern und Postkartenserien mit den Siegerfotos produziert. Im letzten Jahr wurden rund 25.000 Kalender verkauft. Unter den begünstigen Einrichtungen befindet sich neben dem britischen National Aids Trust auch die Deutsche Aids-Stiftung. (Quelle: www.queer.de vom 09.06.05)

Linktipp: One Vision 2005, Bristol Meyer Squibb

 

FINANZBERICHT 2004 –  ODER: „HINTER DEM HORIZONT GEHT´S WEITER“ ... - AUCH FINANZIELL !

EIN ALTER HUT 

Ein guter SpagatFast wäre man geneigt zu sagen, daß die AIDS-Hilfe Heidelberg e.V. auch 2004 selbstverständlich wieder ein Jahr mit finanziellen Sorgen hinter sich brachte. Denn es ist nun schon zu einem dauerhaften Thema für Angestellte und ehrenamtliche MitarbeiterInnen geworden, wie der Verein ein akzeptables qualitatives und quantitatives Niveau halten kann, ohne dass die Anstrengungen der finanziellen Mittelbeschaffung dabei einen zu großen zeitlichen und inhaltlichen Rahmen einnehmen. Und in Zeiten rückläufiger öffentlicher Mittel, Spenden und Bußgeldzuweisungen wurde diesem Thema 2004 die Grundlage leider nicht entzogen. Sowohl die Spenden als auch die Bußgeldzuwendungen blieben massiv hinter den Erträgen der Vorjahre zurück.

Und so war auch das Berichtsjahr von der Sorge nicht frei, finanziell nicht über die Runden zu kommen und am Jahresende wieder mit einem finanziellen Defizit abschließen zu müssen. 

Dennoch gelang der AIDS-Hilfe Heidelberg e.V. - fast in gewohnter Manier - das Angebotsniveau des Vereines nicht nur zu halten, sondern sogar noch auszubauen. Und gleichzeitig konnte das aus dem Vorjahr übernommene finanzielle Defizit noch verringert werden. Ein Spagat, das eine 10,000 mit Stern verdienen würde, wären wir im Turnsport aktiv. 

FREMDE FEDERN ... 

Geschafft haben wir das nicht ohne „fremde“ Hilfe. ALLEN, die uns geholfen haben, im Laufe des Jahres 2004 das Defizit aus dem Vorjahr abzubauen an dieser Stelle: Vielen Dank!

Und wir hoffen auf ALLE im Jahr 2005, mit uns gemeinsam den Weg durch das finanzielle Tal der Tränen fortzusetzen und mit großen Schaufeln und vielen, vielen kleinen Schäufelchen das finanzielle Loch endlich wieder zugeschüttet zu bekommen.   

SORRY ...

...doch die finanziell schlechten Zeiten blieben nicht ohne Spuren. Beispielhaft mögen genannt sein: 

·   Eine Öffnungszeit der Sozialberatungs- u. Geschäftsstelle wurde bereits 2003 ersatzlos gestrichen, um ausreichend Zeit für die notwendige Geldsuche zu haben, und dies musste 2004 beibehalten bleiben. 

·   Im Bereich der Aus- Fort- u. Weiterbildung ehrenamtlicher MitarbeiterInnen wurden bereits 2003 sinnvolle Maßnahmen gekürzt (z.B. Supervisionen im Rahmen der Qualitätssicherung) oder ganz gestrichen (Gemeinsames Konzeptwochenende für haupt- u. ehrenamtliche MitarbeiterInnen) und konnten im Jahr 2004 nicht wieder zurückgenommen werden. 

·   Die Vortragsreihe „EinBlick 2004“ wurde wie im Vorjahr ebenso aus Kostengründen komplett gestrichen wie Öffentlichkeits- und Präventionsveranstaltungen, sofern aus diesen keine finanzielle Einnahmen zu erwarten waren – auch wenn diese sinnvoll oder wünschenswert gewesen wären. 

·   Und man könnte die Liste problemlos fortsetzen...

Den Finanzbericht 2004 in Zahlen können Sie sich per PDF hier downloaden.

 

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Stand: 06. Mai 2010